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Nun aber viel Spass beim Lesen!
Euer Prof. Wurst

Currywurst-Song von Grönemeyer inklusive übersetzte Lyrics

YouTube Preview ImageGestern war es wieder mal so weit und ich stolperte über den Currywurst-Song von Herbert Grönemeyer. Ich finde ihn eigentlich ganz amüsant und er passt ja bestens hierher an die Wurstakademie in die wurstige Musikkategorie, in der auch schon Stephan Remmler und die Band “Die Pest” vertreten sind.

Wie entstand der Song? Er stammte vom damaligen Produzenten von Herbert Grönemeyer: Jürgen Triebel. Für den Text waren Dieter Krebs und Horst-Herbert Krause verantwortlich. Alle Beteiligten1  kannten sich vom Schauspielhaus Bochum und inspiriert zu diesem Song wurden sie, wie kann es anders sein, beim gemeinsamen Currywurst genießen im Bratwursthaus2 in Bochum. Was man so lesen kann, war Grönemeyer selbst nicht so ein begeisterter Currywurstesser, aber sang den Song, weil Triebel eben sein Produzent war, er den Text in Ruhrpöttisch amüsant fand und noch einen deutschen Song für sein Album “Total egal” brauchte, das übrigens 1982 erschien. Und er lag mit dieser Entscheidung goldrichtig! Denn der Currywurst-Song war der Grundstein für Grönemeyers Image als Ruhrpottsänger und ebenso für seine danach folgende steile Musikkarriere.

Da ja manche Menschen sagen, dass das Geheimnis Herbert Grönemeyers Erfolg die Tatsache sei, dass ihn keiner versteht und deshalb alle klatschen und jubeln, um nicht in die peinliche Situation gebracht zu werden, dass man als deutschsprachiger Fan die Songtexte dabei haben muss3, haben wir für euch hier nun die Lyrics inklusive Übersetzung. Auf der linken Seite der Originaltext in Ruhrpöttisch4 und in der rechten Spalte ist der Text ins Hochdeutsche übersetztWeiter lesen…
  1. Infos gibt es hier und hier für Herbert Grönemeyer, hier für Jürgen Triebel, hier für Dieter Krebs und am wenigsten gibt es von Horst-Herbert Krause zu lesen, außer diese Discographie.
  2. Zum Bratwursthaus in Bochum
  3. Siehe auch hier auf Stupidedia. – Auch Spaß muss sein!
  4. Ruhrpöttisch oder auch Ruhrdeutsch ist die Umgangssprache im Ruhrgebiet. Hierzu gibt es einen interessanten Wikipedia-Beitrag.
Was du sonst noch tun kannst:

Was ist eine Opferwurst? Wozu braucht es ein Wurstopfer?

Beim Schach gibt es das Bauernopfer1 und beim Würste zubereiten die Opferwurst. Das freiwillige Opfern eines Bauern beim Schach hat ein Ziel: einen Vorteil im Spiel zu erlangen. Beim Würste zubereiten hat ein Wurstopfer auch das Ziel, einen Vorteil zu erlangen, einen Vorteil im Geschmack! 

WIE KANN MAN DAS MIT DER OPFERWURST NUN VERSTEHEN?

Keine Angst, ihr müsst nicht zum Mörder werden und einer Wurst die Halsschlagader durchschneiden und warten bis sie verblutet ist und das Zeitliche gesegnet hat, wie im Foto links. Es ist ganz einfach so zu verstehen, dass man eine Wurst “opfert”, ganz kurz und schmerzlos. Das heißt, man schneidet sie auf2, gibt sie ins Wasser und lässt sie mit dem Wasser heiß werden und kocht sie aus. Das alles natürlich bevor(!) man die restlichen Würste in den Wursttopf gibt.

WARUM MACHT MAN DAS?

Kurz gesagt: Damit kein Geschmacksverlust entsteht!

Länger gesagt: Das hat mit der Osmose bzw. dem osmotischen Druck zu tun. Falls die Schulzeit einfach zu lange her ist, hier eine kurz gehaltene Beschreibung: Das unterschiedliche Konzentrationsverhältnis zweier Lösungen und eine Trennung dieser beiden durch eine semipermeable (=halbdurchlässige) Membran ist Voraussetzung dafür, dass gelöste Teilchen durch diese Wand hindurch gehen können. Auf der Seite mit der höheren Konzentration von Teilchen ist der osmotische Druck höher und es treten gelöste Teilchen durch die Membran hindurch auf die Seite mit der weniger konzentrierten Lösung. Erst wenn die Konzentration auf beiden Seiten gleich hoch ist und es also ein Gleichgewicht gibt, stoppt der Teilchenfluss.3

In unserem Fall ist die eine Lösung das Wasser und die andere die Wurst und getrennt sind beide durch eine halbdurchlässige Wursthaut. Die Teilchen auf der Wurstseite sind Salze und Aromen, die auf der anderen Seite, der Wasserseite, nicht vorhanden sind. Sprich: Der osmotische Druck ist in der Wurst viel höher und somit treten Salze und Aromen die Wanderung durch die Wursthaut ins noch nicht besetzte Wasser an. Erst wenn ein Gleichgewicht herrscht und das normale Wasser zum Wurstwasser geworden ist, hört der Fluss der Salze und Aromen aus der Wurst auf – aber dann ist es für den Wurstgenießer geschmacksmäßig meist schon gelaufen, denn die Wurst schmeckt verwässert.

Aus diesem Grund opfert man eine Wurst und übergibt sie dem Wasser, das dadurch mit deren Salzen und Aromen angereichert wird und zum Wurstwasser geworden ist, bevor die zum Verzehr bestimmten Würste im Topf landen. Durch die Opferwurst herrscht von Anfang an ein Gleichgewicht im Wursttopf und es bleibt dort ruhig und niemand wandert herum. Die Salze und der Geschmack Weiter lesen…

  1. Infos zum Schachspiel gibt es hier auf Wikipedia.
  2. Ob quer oder längs ist egal…
  3. Wer es genauer wissen will, liest bitte hier auf Wikipedia weiter. Dort gibt es auch weiterführende Links
Was du sonst noch tun kannst:

Die Wurstakademie – vom Start 2008 bis zum Businessmodell-Wettbewerb AdventureX 2014 – Rückblick & Vorschau

Wie lange gibt es nun schon die Wurstakademie? Seit 2008! Eigentlich schon eine ganze Weile… Und wir freuen uns, dass einige von euch wirklich von Anfang an dabei sind und wir uns auch trotz einiger “Durststrecken” nicht aus den Augen verloren haben. In so vielen Jahren tut sich natürlich auch einiges.

Damals 2008 ging es ganz ambitioniert los. Nach einigen Monaten des Tüftelns und Arbeitens an Blog, Struktur, Themen, Grafik und Logo, des Schreibens und Fotografierens, des Kontakte knüpfen, des Auseinandersetzens mit rechtlichen Angelegenheiten wie der Markenanmeldung und was man in der Anfangszeit sonst noch alles erledigen und machen muss, ging es im September ’08 online. Und dann waren sie da, die ersten Besucher und das eine und andere Kommentar wurde hinterlassen. Das war schon cool! Es gab auch eine grobe Idee, wohin die Reise mit der Wurstakademie gehen könnte. Es gibt viele Bereichen, in denen wir wurstakademisch aktiv werden könnten, aber es war nichts konkret. Wir wussten nur, dass alles wachsen und sich entwickeln musste. Dummerweise dauert dieses “wachsen und sich entwickeln lassen” viel Zeit. Zeit in der man nicht viel verdient. Zeit in der man – amüsanterweise auch von nahe stehenden Menschen – oft als Wurst-Spinner abgetan wird und sich ständig anhören muss, dass man doch was Ordentliches machen sollte. Teils waren solche Meldungen wohl auf zu wenig Phantasie und auch zu wenig Geduld zurückzuführen, teils auch auf unsere damalige noch sehr nebulöse Vorstellung der Wurstakademie – wir konnten damals einfach nicht konkret sagen und erklären “was, wie, wann, warum und wie man davon leben kann”. Es war damals ein Bauchgefühl, dass aus der Wurstakademie irgendwann mal was Kultiges, etwas Größeres werden kann, von der man auch Leben kann.
Es kam, wie es damals kommen musste, das Geld ging aus, alte Freunde gingen/verschwanden, private Herausforderungen mussten gemeistert werden, neue Freunde kamen, und neue Jobs ebenfalls. Es wurde ruhiger an der Wurstakademie, die Blogbeiträge wurden weniger und dann war im Frühjahr 2010 komplette Funkstille. Wie ihr links sehen könnt, gab es 2011 nicht einen einzigen Blogbeitrag. Blogbeiträge schreiben, die Recherchen dazu, Fragen beantworten und sich mit dem Thema “Wurst” auseinandersetzen braucht sehr viel Zeit und Energie. Diese hatte ich nicht mehr bei einem (Marketing)Agentur-Fulltimejob – und Freunde und Hobbies gab es ja schließlich auch noch.

Trotzdem war die Wurstakademie auch in diesen Zeiten immer im Kopf präsent und ob bewußt oder unbewußt wurden alle neuen Kontakte, alles neu zu Lernende auf “Wurstakademietauglichkeit” gecheckt und das herausgeholt, was für die Wurstakademie von Wert sein könnte. Es gab sogar eine Zeit des Aufbäumens, im Frühjahr 2012,  in der uns die Lust packte, wieder wurstakademisch unterwegs zu sein. Das schlief dann aber gleich wieder ein – da uns wieder einfiel, dass es einen Kraftakt, viel Kopfarbeit und entsprechend Zeit braucht, um ein Konzept zu erstellen, dass aus dem “Hobby Wurstakademie” ein “Business Wurstakademie” macht, das allen Beteiligten, ob uns, den Wurststudenten, unseren Partnern, den Wurstakademiebesuchern, Konsumenten und Kundengruppen, noch viel mehr Spaß macht und auch Sinn stiftet.

Es dauerte dann noch bis zum Herbst 2013, bis wir so weit waren, dass wir kein monatliches Schmerzensgeld mehr bekommen wollten für das, dass wir nicht tun können, was wir eigentlich tun wollen! Und so begannen wir uns wieder intensiv mit der Wurstakademie auseinander zu setzten und Pläne zu schmieden und am Konzept zu basteln. Auch wurden alte Wurstakademie-Freunde wieder kontaktiert und ein wichtiger Meilenstein war wohl das Bloggertreffen “Blog trifft Gastro” im Jänner 2014 bei Ludger Freese1  in Visbek, 1000km entfernt von hier. Eine 2000km-Reise mit dem Auto auf sich zu nehmen sagt schon was aus. Und wir freuten uns, endlich mal virtuelle Freunde im realen Leben kennenzulernen wie Biggi, Theo, Thomas, Sonja, Matthias, Sandra, Thorsten und Ludger klarerweise2.Wir machten dann auch wurstakademische Stops in Schweinfurt und in Aachen bei Mele und Bernd3. Insgesamt ein paar tolle motivierende Tage, in denen auch über die Wurstakademie geredet und diskutiert wurde. Alles sehr positiv. Deshalb machte ich gleich den nächsten Termin aus: Die Kulinart-Messe Ende März in Stuttgart4.

Der 12. März war ein wichtiger Tag. An diesem kam ganz unverhofft ein E-Mail von der Standortagentur Tirol und der Wirtschaftskammer mit der Info, dass es heuer wieder einen AdventureX-GründerInnen-Wettbewerb5 gibt und der Kick-off Abend schon am 27. März sei, bei dem Konzept, Aufbau und wichtige adventure X-Termine präsentiert werden. Dort könne man sich auch anmelden, falls man sich bis dahin noch nicht schon online angemeldet hat.

So weit, so gut – der wichtigste Satz im E-Mail war aber folgender: Weiter lesen…

  1. Das kleine, fast familiäre Treffen von Gastro- und Genussbloggern findet (meist) jährlich statt. Heuer war es in Visbek bei Ludger und 2015 wird es im Schwarzwald bei Sonja sein. Hier geht es zur Facebook-Seite von Blog trifft Gastro.
  2. Biggi – Pommeswelt, Theo – Notizen für Genießer, Thomas – Winzerblog, Sonja – Jägiblog, Matthias – Social Wine, Sandra – Sandra Schröder schreibt, Thorsten – Speisekarten-Blog… und natürlich auch Ludger!
  3. Aachen ist übrigens eine coole Stadt – deshalb passen Mele und Bernd sehr gut dort hin. hehe.
  4. Weitere Infos zur Messe auf der deren Webseite
  5. Adventure X findet mit einer Pause 2013 seit dem Jahr 2000 statt. Seit 2014 ist es kein Businessplan-Wettbewerb mehr, sondern ein BusinessModell-Wettbewerb. Sprich: Man arbeitet mit dem Business Model Canvas, einem strategischen, betriebswirtschaftlichen und unternehmerischen Werkzeug. Weitere Infos zum Wettbewerb gibt es hier und hier auf deren FB-Page. Veranstalter sind, wie schon gesagt, die Standortagentur Tirol und die Wirtschaftskammer Tirol.
Was du sonst noch tun kannst:

Currywurst in Berlin bei Nacht – Wurstkarte #10

Vor gar nicht allzu langer Zeit kam eine wurstige Karte von unserer Wurststudentin Magdalena1 aus einer der beiden deutschen Currywursthauptstädten: Berlin!
Genau genommen bekam die Karte2 ja mein Assistent Mario, zumindest steht in der Anrede nur “Hallo lieber Mario!” und nicht “Hallo Herr Prof. Wurst!”. Hmmm. Na gut, was soll’s, ich bin ja Gott-sei-Dank nicht gleich eine beleidigte Leberwurst! Danach schrieb unsere Wurststudentin so weiter: “Einmal Currywurst für dich (gegessen habe ich noch keine, werde ich noch machen und Bericht erstatten…) Und ganz liebe Grüße aus Berlin! Auf bald! Magdalena“.

Das freut uns ganz besonders, dass du an uns  bzw. an die wurstakademische Wurstpostkartensammlung gedacht hast, bevor du selbst eine Currywurst probiert hast! Naja, man muss einfach Prioritäten setzten! Das sagen wir auch immer.

Auf jeden Fall herzlichen Dank für die Karte, Magdalena! Hoffe, du hattest noch eine gute zeit in Berlin und hast dann noch eine gute Currywurst genießen können! Und warst du eventuell auch im Currywurstmuseum und hast dich dort ein bisschen weiterbilden können? Wir freuen uns auf einen Bericht von dir!

  1. Was für ein wunderschöner Name das doch ist…
  2. Vertrieben wird diese Karte vom JOKER-Vertrieb (Eisenacher Str. 56, D-10823 Berlin), der auch noch andere ganz amüsante Karten vertreibt. Die Webseite könnte man aber mal erneuern, finden wir… Und das Foto bzw. die Gestaltung der Karte stammt übrigens von Dieter Becher.
Was du sonst noch tun kannst:

Die wichtigste aller Fragen: Was ist Wurst?

Wenn man etwas nicht weiß, heißt es oft “Frag Google!”. Google weiß anscheinend alles, ist also ein richtiger Smartass1! Deshalb stellten wir heute Google2 mal die wichtigste aller Fragen: “Was ist Wurst?” Das Ergebnis kann sich sehen lassen! :-)

 

  • Wurst ist gesund: Stimmt! Zumindest bei Wurst, die beim Metzger deines Vertrauens gekauft wurde und nicht beim Discounter!
  • Wurst ist umgestülptes Tier: Ja, irgendwie stimmt das… Sehr interessanter Ansatz!
  • Wurst ist Leben: Auf jeden Fall! Vor allem für Wurstakademiker!
  • Wurst ist schmierig: Bei Schmierwurst stimmt das! (Schmierwurst = Streichwurst = Teewurst)
  • Wurst ist ungesund: Willst du dich ungesund ernähren? Kauf Discountwurst!
  • Wurst ist gesund frauentausch: Äh, ja, nein. mhm. manchmal. ähh. wer weiß.
  • Wurst ist eine Götterspeise: JA! Wurst ist die Speise der Götter! Wir wussten es: Wir sind alle Götter! Schmeißt mal den Grill an!
  • Wurst ist kein Fleisch: Bei echter vegetarischer Wurst sagen wir: Ja, das stimmt. Aber wie wir weiter unten sehen, stimmt das auch nicht ganz.
  • Wurst ist in uns allen: Klar, das wissen wir seit dem wir den Song “Invasion vom Wurststern” hörten. Dort heißt es: “[...] Sie haben uns befallen, Wurst ist in uns allen, Sie wollen nicht verhandeln, Sie wollen uns verwandeln [...]“ Wir berichteten hier…!
  • Wurst ist grün: Hahaha, das ist zu amüsant! Vor allem seit ein paar Tagen! Stichwort: Grüne (Matcha) Weißwurst!

Und dann mussten wir natürlich gleich eine Gegenprobe machen und fragten “Was ist Gemüse?” Und wir müssen sagen, dass Google den wurstakademischen Fragetest mit Bravour bestanden hat! Denn wenn Weiter lesen…

  1. “Smartass” ist auf Deutsch ein Klugscheißer oder Besserwisser. Muss es auch geben, oder?! Eine Definition auf Englisch gibt es hier.
  2. Für alle, die es noch nicht wissen: Google ist eine Suchmaschine. Meistens suchen wir an der Wurstakademie mit ihr.
Was du sonst noch tun kannst:

Grüne Matcha Weißwurst. Oder: Original bayrische Teewurst!

Über die Teewurst haben wir an der Wurstakademie vor einiger Zeit schon mal berichtet. Und ihr werdet es nicht glauben, aber er ist einer der Top 10-Beiträge! Es ist unglaublich, wie viele Menschen nach Warum heißt die Teewurst Teewurst? suchen… Wie ihr dort gelernt habt, ist in dieser (Rügenwalder) Teewurst ja kein echter Tee drinnen, sondern die Wurst wurde ursprünglich zu nachmittäglichen Teezeiten gegessen. So weit so gut!

Aber nun kommt es: Es gibt seit Neuestem eine wirkliche, ganz echte Teewurst! Und zwar eine grüne Teewurst!1 Aus Bayern! Dem Land der Weißwurst! Und da haben wir auch schon das kleine Problemchen. Denn es ist in der Medienlandschaft, z.B. in der Süddeutschen, dem Alt-Neuöttinger Anzeiger und der Mittelbayrischen, nicht die Rede von einer “Teewurst”, sondern von einer “grünen Weißwurst”! Wenn man die Bayern ein bisschen kennt und weiß, dass die “(Münchner) Weißwurst” regelrecht göttlich ver(z)ehrt wird, ist es verständlich, dass da einige viele bayrische Weißwurstköpfe (über)kochen.

Wer, wie, was und warum? Der 55jährige Werner Gropp aus Oberholzhausen2  ist durch seinen Managerjob ziemlich viel unterwegs in der Weltgeschichte, so auch in Japan. Und dort gibt es dieses zur Zeit in der westlichen (Veganer)welt sehr hippe und gesunde Teewunderpulver Matcha3. In Japan schon seit dem 6. Jahrhundert aktuell, wird der zu feinstem Pulver gemahlene Grüntee für die traditionellen japanischen Teezeremonien verwendet. Werner Gropp nahm das Pulver mit in die Heimat und zusammen mit seinem Metzgerfreund Markus Hinterberg kreierte er die ersten grünen Matcha Weißwürste. Manche werden sich fragen, “warum eigentlich?”. Das ist das Schöne an der Kreativität, manchmal kommt einem sowas einfach so in den Sinn, weil man das Kind in sich bewahrt hat und ausprobiert, entdeckt, kombiniert und neugierig geblieben ist. So wird auch sicher auch Werner sein. Der Süddeutschen sagte er, dass es ihm “um die Fusion zwischen 2 traditionellen Lebensmitteln aus Japan und Bayern” ging. Auch ok.
Der Alt-Neuöttinger Anzeiger berichtete am 17.5.2014 darüber und schlagartig war das ruhige Leben  des Werner Gropp vorbei. Einerseits kamen weltweite Anfragen, sogar aus Japan4, andererseits gab es einen Weißwurstaufstand in Bayern.

Denn wenn man auf der Facebookseite der Passauer Neue Presse die Kommentare zum “Grüne Weißwurst”-Post liest, liest man nicht viele positive Kommentare. Vielleicht 5% sind positiv angehaucht, wie bspw. “Wer weiß, vielleicht schmeckts ja lecker! “. Der Rest ist negativ bis sehr negativ. Ich kann euch ein paar nicht vorenthalten, sie sind zu köstlich.5 [UPDATE, 27.5.2014: Wir betonen natürlich, dass sich die 5/95%-Aufteilung auf den Facebook-Post bezieht! Im "wahren Leben" ist das Feedback wohl andersrum: 95% positiv und 5% negativ.]

  • Meltzer Flo: Losds hoid moi den scheiß Gruzefix, bayerisches Kulturgut so zu Vergewaltigen des kanns ja ned sei. Des ganze graffe ause und bayrische Kulturgüter schützen!!
  • Marcel Hofer: erst bunte Lederhosen und etz bunte Weißwiaschd.. ja sauba soge etz gehts bergob
  • Helmut Weinberger: Man soiad fia’d weißwiaschd a a Reinheitsgebot eifian
  • Thomas Schönhütl: Guade Besserung !!!
  • Stefan Maierhofer: NEIN
  • Susanne Fuchs: Nein, weil´s aus Japan ist und diese Tierquäler Wale und Delfine abschlachten und andere Tierarten (z.B. Blauflossenthunfisch) in egoistischer Intoleranz ausrotten. Und es ist ihnen egal, was die Welt darüber denkt.
  • Ludwig Staudinger: Des kann ja grad a zuagroasta Preiß sei. Gfoid ma ned.
  • Robert Grede: Des is das Ende der Menschheit. Einfach nur pervers! Weiter lesen…
  1. “Tee” und “Grün” heißt aber nicht, dass sie für Vegetarier und Veganer geeignet ist…
  2. Oberholzhausen ist ein Dorf in der Nähe von Altötting, ziemlich genau in der Mitte zwischen München und Passau am Inn gelegen.
  3. Wer mehr über Matcha wissen will, kann sich ja hier auf Wikipedia weiter informieren.
  4. Das hat jetzt nun nicht wirklich überrascht.
  5. Wer alle Kommentare lesen will, kann das gerne machen: Hier entlang geht’s zum FB-Post
Was du sonst noch tun kannst:

Wie Metzgereien hießen, wenn sie so sehr auf schlechte Wortspiele ständen wie Frisöre

Es ist schön, so viele engagierte WurststudentInnen an der Wurstakademie zu haben! Zum Beispiel hat uns Wurststudentin Lalita auf der Wurstakademie-FacebookPage auf die folgende Liste aufmerksam gemacht, in der es um (Gott-sei-Dank) fiktive Metzgereinamen geht. Die Liste ist im kürzlich erschienen Buch ”Die fünf schlechtesten Antworten auf ‘Ich liebe dich’ “ zu finden!1 Als ich mich auf der FB-Page und dem Blog von auslisten2 umsah und über noch ein paar Listen lachen musste, habe ich mich spontan auf mein Bike geschwungen und war in der nächsten Buchhandlung hier in Innsbruck. Als ich einen Mitarbeiter nach dem Buch fragte, schrie der quer durch die Buchhandlung “Maria, haben wir noch das Buch ‘Die fünf schlechtesten Antwort auf ‘Ich liebe dich’ “? Marias Antwort “Ja, sicher 6 ungefähr!”. Ups, das war der Brüller in der Buchhandlung. Ich lag auch fast am Boden… Wie auch immer, nun sind es nur mehr 5 ungefähr – und ich bin Besitzer eines Büchleins, das mich immer wieder zum Lachen bringen wird. Beim Autor Peter Wittkamp habe ich auch noch schnell nachgefragt, ob ich die Liste hier veröffentlichen darf, um sie unseren Wurststudenten zu präsentieren. Danke schön, Peter, für die positive Rückmeldung!

By the way, nichts gegen Frisöre, aber diese haben schon wirklich oft seeehr schräge Salonbezeichungen… Sind wir froh, dass Metzger nicht so sind. Aber wenn unsere Fleischer so schräg drauf wären wie unsere lieben Frisöre, dann würdet ihr wohl in folgenden Fleischereien einkaufen:

  • Leber und Leber lassen
  • Meat and Greet
  • Wurst Case Szenario
  • More Tadella
  • Hackleberry Finn
  • Mettropolis
  • Salami and you
  • Kalb Fiction
  • Hals- und Beinbruch
  • Tick, Trick und Hack
  • Bauch(speck)gefühl
  • Fleisch und schön
  • Ab ins Mett
  • Rinderspiel
  • Filet Grazie
  • Auf Haxe
  • Lende gut, alles gut

Wir haben diese Liste von Peter Wittkamp um einige Namensideen – die uns vorhin bei einem guten, kühlen Spätnachmittagsbierchen (vielleicht waren es auch 2) so eingefallen sind - erweitert :-)  : Weiter lesen…

  1.  ”Die fünf schlechtesten Antworten auf ‘Ich liebe dich’ “, Autor: Peter Wittkamp, Verlag: Kiwi-Taschenbuch, 200 Seiten, Erscheindatum: 15.5.2014, ISBN-10: 3462045512, ISBN-13: 978-3462045512, Maße: 18,8 x 12,4 x 1,4 cm – Links zum Bestellen siehe Fußnote 4
  2. Beides interessant und like-würdig: Die FacebookPage und der auslisten-Blog.
Was du sonst noch tun kannst:

Chihuahua Elmo, der Wurstdieb! Klein, aber schlau!

Chihuahuas1 sind Hunde in Handtaschengröße und man könnte meinen, dass sie extra für reiche It- und Shit-Girls2 gezüchtet wurden, um in deren Handtaschen zu passen. Man sagt ihnen auch nach, dass sie, wie deren BesitzerInnen, nicht unbedingt mit Intelligenz gesegnet sind.3 ABER dieser Chihuahua widerlegt diese Hypothese mustergültig und zeigt uns, dass zumindest diese Hunde sehr intelligent sind! Die beiden größeren Hunde Jess und Buster schauen nur ganz erstaunt und wissen nicht, wie ihnen geschieht, denn plötzlich sind ihre Würste weg – geklaut von dem 7 Monate alten Elmo!

YouTube Preview Image

Allerdings wissen wir nicht, was nach dem Ende des Videos passierte. Könnte natürlich sein, dass Jess und Buster die 3 Würste inklusive Elmo genossen haben. Wer weiß das schon… Hoffen tun wir natürlich auch, dass Elmo sich seine Würste schmecken ließ. :-)

(Videonachweis 4 )

  1. Mehr Infos zu der Chihuahua-Hunderasse gibt es hier auf Wikipedia.
  2. Wer denkt, dass “Shit-Girl” eine negative Bedeutung hat, der irrt, wie hier nachzulesen ist.
  3. Das ist wissenschaftlich nicht bewiesen und verifiziert, aber allgemein wird das für möglich gehalten…
  4. Video 1 “Elmo Staffy x Chihuahua – The Sausage Thief!!” von Staffy Lover, Veröffentlicht auf YouTube am 5.5.2014
Was du sonst noch tun kannst:

Einfach, aber perfekt! Debreziner mit Senf, Kren und Semmerl

Uns kam vorhin ganz spontan die Idee, wieder mal nach Wien zu reisen – der letzte Wursttrip nach Wien ist lange her! Der Grund für diese “spontane Idee” ist dieses Foto von einem Freund der Wurstakademie, Andreas Heissenberger, der das Foto heute Mittag auf Facebook mit der Meldung “Debreziner – echt mega” postete. Kann man wirklich sagen, dass das mega ist – es kommt sogar im Foto perfekt rüber! Eigentlich will man auf der Stelle auch so ein Würstl und es kommt nun wohl jedem echten Wurststudenten der Pawlowsche Hundespeichelversuch1  in den Sinn… Wir bekamen die Erlaubnis das Foto auf Facebook zu präsentieren, aber dieses Foto ist viel zu schön und aussagekräftig, um nach ein paar Likes und Shares im Facebook-Nirvana zu verschwinden. Deshalb machten wir nun einen kleinen Blogbeitrag draus.

Dieses Foto bringt nämlich perfekt die Wurstkultur, vor allem die österreichische Wurstkultur, auf den Punkt: Ein gesottenes Würstl, hier ein Paar Debreziner, mit Senf und Kren2 und dazu ein Semmerl!  Das dann auch noch in einem der vielen alten Cafehäuser Wiens genossen, ist schon ein Erlebnis. Dieses hier gab es im Jugendstil-Cafe Goldegg3 Zu dumm, wenn man weit weg wohnt! Aber dann freut man sich auf jeden Fall auf seinen nächsten Wienbesuch.

Ein Würstl mit Senf, Kren und ein Semmerl!
Einfach, aber perfekt! Was braucht der Mensch mehr? Nichts!

(Fotonachweis 4 )

  1. Manchmal ist der Mensch halt doch nur ein Tier
  2. Für unsere deutschen Besucher: Kren ist die österreichische Bezeichnung für Meerrettich.
  3. Das Café Goldegg ist eines der schönsten Kaffeehäuser in Wien und ist im vierten Bezirk zu finden. Die Wurzeln des Kaffeehauses gehen ins Jahr 1910 zurück, als die Kaffeesiederfamilie Dobner hier ein Lokal eröffnete. Hier geht es zur deren Webseite und hier zur Facebook-Page vom Cafe Goldegg.
  4. Foto 1 “Debreziner – echt mega” von Andreas Heissenberger, mit freundlicher Genehmigung. Danke sehr!
Was du sonst noch tun kannst:

Licht statt Hackfleisch aus dem Fleischwolf

Der mit der Hand zu drehende Fleischwolf als wichtiges Wurstmach-Utensil hat in den meisten Metzgereien und Haushalten ausgedient. Man gibt lieber Geld für kräftige, elektisch betriebene Fleischwölfe und Küchenmaschinen aus. Viele haben sicherlich Großmutters rustikalen Fleischwolf in die Mülltonne gegeben oder zum Altmetall. Das sind nun mal die Folgen der Annehmlichkeiten der modernen Welt. Aber nicht jeder wirft alles gleich weg – manche recyceln Dinge, die anscheinend “nichts mehr wert” sind und es kommen erstaunlich tolle und kreative Produkte heraus.

Zum Beispiel die Lampenmanufaktur Industrial.KO.Design1 aus Konradsreuth in Bayern. Sie zauberte aus dem Fleischwolf eine Hängelampe im Industriestyle. An einer Zierkette aus schwarzem Stahl hängend, angeschlossen an einem schwarzen Textilkabel und ausgestattet mit einer E14-Metallfassung und eine 25 Watt Tropfenlampe  ist die Lampe schon ein echter Blickfang. Auch dimmen ist möglich und in der Höhe ist die Lampe verstellbar. Alles in allem eigentlich perfekt für Fleischereien geeignet – aber auch für Küchen sehr passend oder für das Wurstakademie-Büro. :-)

Die Kosten hielten sich auch im Rahmen: 68 Euro war ein fairer Preis. “Hielten” und “waren” deshalb, weil es Weiter lesen…

  1. Mehr über die Lampenmanufaktur Industrial.KO.Design könnt ihr auf deren Blog erfahren. Verschiedenste Lampen könnt ihr im Lampenshop ansehen und bestellen. Und Facebook-Page haben sie natürlich auch und sie sind auf Pinterest, Google+ vertreten.
Was du sonst noch tun kannst: