By Prof. Wurst on Okt 31, 2008 in Kunstunterricht mit der Wurst | 0 Comments
Das Wichtigste auf einen Blick:
Entstanden im 19. Jhd.
Strömung der Literatur und bildenden Künste
Reaktion auf die idealisierende und emotional gefärbte Darstellungsweise der Romantik
Ungeschönte, detailgetreue Wiedergabe der Wirklichkeit
Darstellung typischer Szenen aus dem familiären, bäuerlichen und industriellen Alltags- und Arbeitsleben
Nach der ägyptischen Kunst, der Gotik, und dem Barock kommen wir in der 4. Vorlesung nun zum Realismus. Der Begriff “Realismus” kommt vom Lateinischen “realis” und bedeutet soviel wie “die Sache betreffend“. Diese Kunstauffassung setzte sich in Europa, von Frankreich ausgehend, im 19. Jahrhundert insbesondere in der Malerei durch. Den Malern war die historisierende und idealisierende Darstellung in der Romantik ein Dorn im Auge und sie wollten das Alltägliche, das Fassbare darstellen.
Die Künstler fanden ihre “Objekte” in den neuen Errungenschaften der damaligen Zeit. Zum Beispiel malte Adolph Menzel das Gemälde “Das Eisenwalzwerk”, das in einer schlesischen Eisenhütte entstand. Es kann sich anhand des Bildes jeder vorstellen, dass das Leben damals nicht einfach war - aber wenigstens hatten sie genügend Würstl, wie man im rechten unteren Eck erkennen kann…
Wichtige Vertreter des Realismus im 19. Jahrhundert waren Weiter lesen…
By Prof. Wurst on Okt 30, 2008 in Spass | 15 Comments
Wer hat sich beim Anblick von Sparschweinen nicht schon gedacht, dass sie eigentlich arme Geschöpfe sind, denn auch diese süßen, kleinen Schweine werden eines Tages geschlachtet, um zu Wurst verarbeitet zu werden. Aber so ist nun mal das Los der Schweine.
Morgen ist er wieder da, der jährlich wiederkehrende Großschlachttag für Sparschweine. Das Sparschwein wird ganz fest in die Hand genommen, damit es nicht weglaufen kann, oder in eine Tasche gepackt und dann geht es zur Metzgerei (=Geldinstitut), man gibt das Schwein in die Hände der Metzger (=Kundenbetreuer) und
dann geht alles ganz schnell! Das Sparschwein spürt fast nichts und Blut fließt auch keines. Also, alles halb so schlimm. Das Schwein bekommt man meistens wieder als Hülle zurück und bis zum nächsten Jahr kann man es wieder füttern und mästen. Als kleines Dankeschön, dass man den Weg zum Metzger auf sich genommen hat und dort aus den Sparschweinen Würste gemacht werden dürfen, bekommt man eine Kleinigkeit - an der sich allerdings meist nur Kleinkinder erfreuen. Aber nicht in jeder Bank gibt es nur unnütze Dinge am Weltspartag. In der Bank Austria-Filiale in Schwaz in Tirol gibt es zum Beispiel passenderweise echte Münchner Weisswürste als kleines Dankeschön! Sehr lobenswert!
Sabine, die in der oben erwähnten Filiale der Bank Austria arbeitet, hat mich gestern vorab in die heilige Wurstlagerhalle (=Tresor) geführt und Fotos der wunderschönen und wertvollen Würste machen lassen. Hergestellt werden dicke, dünne, lange und kurze Würste. Kaufen kann man sie natürlich auch. Kostenpunkt für ein Paar Geldwürste: zwischen € 5,00 und € 100,00. Kann sich sicherlich nicht jeder leisten, aber schon allein deshalb sind sie etwas
Besonderes.
Da fällt mir abschließend ein: Diese Würste, vor allem die grünen Würstel, sind eigentlich die idealen vegetarischen Würste! Sogar für Veganer geeignet!
By Prof. Wurst on Okt 28, 2008 in Wurstakademie-Internes | 4 Comments
Heute war es wieder mal soweit: Der Wurstakademie-Student Mike spielte Wurstlieferant und brachte neue Würstl direkt aus Wien in die Berge nach Tirol. Danke Mike! Mit dabei waren Sacherwürstel, Debreziner, Waldviertler und extralange und extrascharfe Debreziner. Gekostet haben wir sie auch schon heute Abend - ein Genuss!!! Ihr werdet nach und nach in nächster Zeit über diese Würste hier lesen können.
Außerdem wird ja am Samstag der Gewinner oder die Gewinnerin des Buches “Wurst” gezogen und bekannt gegeben. Wer noch nicht beim Gewinnspiel dabei ist, einfach beim Gewinnspiel-Beitrag einen Kommentar hinterlassen, den Newsletter bestellen oder übers Kontaktformular an uns schreiben! Und für alle, die nicht gewinnen, gibt es ein ganz kleines Trostpflaster, das sei an dieser Stelle schon mal gesagt! Viel Glück!
Welche Artikel stehen sonst noch an in nächster Zeit?
- Das Thema “Schwangere und Wurst” wird in nächster Zeit ganz ernsthaft behandelt. Nachdem jeden Tag Personen über Google mit den Suchbegriffen “schwanger und Wurst” o.ä. zu uns auf die Seite kommen und beim Artikel vom Gurke-Wurst-Banane-T-Shirt landen, bin ich dem mal nachgegangen und siehe da, das ist ein ganz ernstes Thema! Mehr dazu demnächst…
- Ganz besonders freuen wir uns, euch spezielle Wurstrezepte vorstellen zu dürfen. Es darf dann nachgekocht werden!
- Und außerdem beginnen wir mit unseren Senf-Infos und Senf-Tipps.
Und hinter den Kulissen basteln wir natürlich auch an Allerlei. Wie auch immer, ihr dürft gespannt sein! 
By Prof. Wurst on Okt 24, 2008 in Kunstunterricht mit der Wurst | 0 Comments
Das Wichtigste auf einen Blick:
Entstehung im 16 Jhd. in Italien
Stilepoche der abendländischen Kunst
Repräsentation der abendländischen Kunst
Üppige, pompöse und verschnörkelte Bauwerke
Hell-Dunkel-Effekte
Naturalistische, dramatische Darstellungsweise in der Malerei
Die ägyptische Kunst und die Gotik wurden in den letzten zwei Wochen behandelt - nun geht es weiter mit dem Barock.
Der Name “Barock” kommt vom Portugiesischen “barocco” als Bezeichnung für Perlen, die “unregelmäßig, schiefrund” waren. Im Französischen steht “baroque” metaphorisch für “exzentrisch, bizarr”.
Als Kunstform des Absolutismus und der Gegenreformation ist der Barock durch üppige Prachtenfaltung gekennzeichnet. Italien war Vorreiter in Sachen Barock und von dort verbreitete er sich zuerst in den katholischen Ländern Europas und kam dann in abgewandelter Form auch in protestantische Länder.
Die katholische Kirche beeinflusste die Barockkunst nachhaltig. Als Verfechter der Gegenreformation nutzte der Jesuitenorden beispielsweise die bildliche Sprache des Barock zur Verherrlichung der katholischen Glaubenslehre.
Schließlich musste man ja damals nach der Reformation möglichst viele Schäfchen wieder “zurückholen”. Prunkvoll gestaltete Kirchen wurden zum Gesamtkunstwerk und verkörperten einerseits die Diesseitsorientierung und Lebensfreude und gleichzeitig die Jenseitsorientierung und die Vorfreude auf das Paradies.
Den barocken Stil gab es aber nicht nur in der Architektur, bei Kirchen und Palästen, sondern natürlich auch in der Literatur, in der Musik und der bildenden Kunst. Die barocke Skulpur (um 1610) auf dem Foto oben rechts stellt eine Furie dar, wie sie gerade in einem Anfall mit einer St. Johanner mit Senf und Kren/Meerrettich wirft. Zu sehen ist sie im Kunsthistorischen Museum in Wien.
Der Barock war auch die Zeit der Würste. Nach dem 30jährigen Krieg, der ja von 1618 bis 1648 stattfand, feierten die Überlebenden Weiter lesen…
By Prof. Wurst on Okt 22, 2008 in Dies & Das | 0 Comments
Wenn man sich die Preise für Würstl ansieht, merkt man gleich, dass es gewaltige Unterschiede gibt. Nehmen wir beispielsweise ein Paar Frankfurter/Wiener. In Lokalen bzw. bei Würstchenständen gibt es sie ab € 2,50. Das teuerste Paar Frankfurter/Wiener habe ich in einem Cafe in Salzburg gegessen - um sage und schreibe über € 7,00. Bei Schickimicki-Veranstaltungen wird man wohl noch tiefer in die Taschen greifen müssen.
Wie man sieht, werden Würstel quer durch alle Alters-, Bildungs- und Einkommensschichten gegessen; deshalb verwundert mich die Tatsache, dass in letzter Zeit die Wurst oft als Zeichen von Armut dargestellt wird:
Letzte Woche ist mir beim Zeitschriftenhändler das Cover von der Zeitschrift Format aufgefallen. Auf dem Titelblatt ist ein Würstchen mit Senf abgebildet und darüber in großen Lettern: “Magere Zeiten“. Keine Frage, viele Börsianer und Finanz”gurus” werden wohl in nächster Zeit keine Steaks mehr essen, aber muss das Hauptobjekt meiner Studien als Symbol für den Abstieg in die Armut verwendet werden? Unglaublich!
Und dann ist mir noch eine Einladung der Wiener Band Rokitansky zu ihrer CD-Präsentation in die Hände gefallen. Auf der Einladung muss die Wurst bedauerlicherweise wieder als Zeichen der Armut dienen. Auf alle Fälle wird ein Wustakademie-Student bei der CD-Präsentation dabei sein und Rokitanskiy vielleicht überzeugen können, dass die Wurst zu Höherem geboren ist.
Und überhaupt, wie wär’s mit einem Wurst-Song - sozusagen als Zeichen des Lernfortschritts?!
Dass man die Wurst nicht als “Armen-Essen” abspeisen kann und soll, geht auch klar aus der Studie “Wie häufig essen Sie persönlich Wurst” von statistica.org hervor. Ausgewählt habe ich das Nettoeinkommen Weiter lesen…
By Prof. Wurst on Okt 20, 2008 in Musik | 4 Comments

Wer kennt ihn nicht, den deutschen Sänger Stephan Remmler! Bekannt wurde er als Sänger der Neuen-Deutschen-Welle-Band “Trio”. Nach der Auflösung von “Trio” begann er seine Solokarriere und war Ende der 80er mit den Songs “Keine Sterne in Athen”! und dem Wurst-affinen Song “Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei” sehr erfolgreich.
An seine damaligen Erfolge konnte er bisher allerdings nicht mehr anknüpfen. Er kehrte der Musik aber nie den Rücken zu und veröffentlichte vor gar nicht allzu langer Zeit sogar ein neues Album. “1, 2, 3, 4.” heißt es und kam 2006 auf den Markt.
In seinen Texten thematisiert Remmler oft zwischenmenschliche Alltagsgeschichten - meistens mit einem leicht ironischen Unterton, wie man ja bei seinem “Wurst-Song” bestens sehen bzw. hören kann. Die Frage, die mich besonders interessieren würde, ist, wie Stephan Remmler damals auf die Wurst gekommen ist. Das werden wir vielleicht nie herausbekommen, aber vielleicht antwortet Stephan Remmler ja höchstpersönlich auf diese Frage. Ich wünsche ihm auf alle Fälle viel Erfolg für seine weitere musikalische Zukunft - mit einem kleinen Tipp an Stephan: Vielleicht versuchst du dich wieder einmal mit dem Thema Wurst auseinander zu setzten - dann gibts sicher wieder einen Top-10-Hit!
Ich denke, dass einige von euch nun einen kleinen Backflash in die 80er bekommen. Stimmt’s?
By Prof. Wurst on Okt 17, 2008 in Kunstunterricht mit der Wurst | 0 Comments
Das Wichtigste auf einen Blick:
Entstehung im 12 Jhd., genauer gesagt 1140 in der Gegend um Paris
Stilepoche der abendländischen Kunst
Kathedralen mit Kreuzrippengewölben, Spitzbögen und Rosettenfenstern
Kunsthandwerk, Fresken, Glas-, Buch- und Tafelmalerei mit christlicher Symbolik und Allegorie
Nachdem wir uns letzte Woche mit der ägyptischen Kunst beschäftigt haben, machen wir einen Sprung über viele Jahrhunderte und landen in der Epoche der Gotik.
Die Gotik ist ja eine Strömung der europäischen Architektur und Kunst des Mittelalters. Entstanden ist sie um 1140 in der Gegend um Paris und war nördlich der Alpen bis ungefähr 1500 der vorherrschende Stil. Er löste die Romanik ab und es folgte die Renaissance. Im Gegensatz zur Plastik und Malerei dieser Zeit ist die Architektur genau abzugrenzen.
Die Gotik verbildlichte sozusagen die christliche Ideenwelt und bediente sich dabei in großem Umfang deren Symbolik und Allegorie. Es sollte einfach alles Richtung Himmel ragen. Die Bezeichnung “Gotik” ist ja eigentlich gar nicht so positiv gemeint. Er wurde in der Renaissance vom italienischen Kunsttheoretiker Giorgio Vasari geprägt, der mit diesem Begriff seine Geringschätzung gegenüber der mittelalterlichen Kunst, im Gegensatz zum “goldenen Zeitalter” der Antike, ausdrücken wollte. “Gotik” kommt vom italienischen Wort “gotico”, das fremdartig und barbarisch heißt - ursprünglich war es ein Schimpfwort.
Jedem der noch mehr über die Gotik lesen will empfehle ich Weiter lesen…
By Prof. Wurst on Okt 16, 2008 in Beilagen, Brot & Gebäck | 8 Comments
Heute am 16. Oktober ist, wie viele wissen, Welt-Brot-Tag. Dazu möchten auch wir einen Beitrag leisten.
Wurst und Brot gehört einfach zusammen. Gerade weil diese zwei Nahrungsmittel so unterschiedlich sind - die Wurst, ein Fleischprodukt, und das Brot, ein Produkt aus Getreide - ergänzen sie sich perfekt. Wie heißt es so schön: Gegensätze ziehen sich an. Unser Schweizer Burkart meinte in seinem Kommentar unter diesem Artikel, dass es zu einer guten Wurst keinen Senf brauche. Das mag in gewisser Weise stimmen. Aber eine Wurst ohne passendem Brot - keine Chance!
Unser Beitrag zum Welttag des Brotes sind die folgenden Fotos. Ob man nun zu seiner Wurst eine Semmel, ein Schwarzbrot oder ein Salzstangerl ißt, ist am heutigen Tag egal. Jedem das, was ihm am Besten schmeckt. Hauptsache frisch ist das Brot und Gebäck!

Auf der offiziellen Webseite zum Welttag des Brotes gibt es einen sehr schönen Text zum Thema “Brot” zu lesen, den ich euch nicht vorenthalten und hier zitieren will:
Überall in der Welt hat das Brot hohen Symbolgehalt: Es steht für Solidarität und die Fähigkeit zu teilen. Als universelles Produkt, das in jeder Zivilisation zu finden ist, hergestellt aus den verschiedensten Getreidearten, durch Weiter lesen…
By Prof. Wurst et al. on Okt 15, 2008 in Geschichten | 2 Comments
Diesen Dialog habe ich im Frühjahr im Standard gelesen und nun durch Zufall in der Standard-Onlineausgabe wiedergefunden. Daniel Glattauer hat uns freundlicherweise erlaubt, den Text auch hier zu veröffentlichen. Danke sehr - im Namen aller Wurstakademie-Besucher! Dieser Dialog darf einfach nicht im Archiv des Standard verstauben.
Wer schon einmal Wien besuchte und bei einem echten Wiener Würstelstand, mit einem originalen Wiener Wurstmann versteht sich, etwas bestellen wollte, hatte vielleicht die gleichen Schwierigkeiten wie Martin mit dem Wiener Slang und den vielen Entscheidungen, die da auf ihn zukamen. Der Wiener Dialekt wird ja von den meisten Nicht-Wienern - sowohl Deutsche, Schweizer als auch Österreicher von außerhalb Wien - wie eine eigene Sprache empfunden. Martin kommt aus Wels und wollte “eigentlich nur eine Currywurst bestellen”, wie er sagte.
Martin: “Bitte eine Currywurst.”
Wurstmann: “Wöchane Wurscht?”
Martin: “Eine Currywurst.”
Wurstmann: “Woidvierdler? Buren? Schoafe? Käsekrainer?”
Martin: “Äh, ah so, eine Käsekrainer, bitte.”
Wurstmann: “Aufschneiden? Zwa Höften? Im Gonzn?”
Martin: “Aufschneiden, bitte.”
Wurstmann: “Senf? Ketchup?”
Martin: “Ja.”
Wurstmann: “Wos? Senf? Ketchup? Beides?”
Martin: “Bitte Senf.”
Wurstmann: “Wöchan? Siaß? Schoaf?
Martin: “Einen süßen, bitte.”
Wurstmann: “Drauf oder daneben?”
Martin: “Äh, daneben, bitte.”
Wurstmann: “Schwoazbrot? Scherzl? Semmö? Soizgebäck?”
Martin: “Salzgebäck, bitte.”
Wurstmann: “Wöchans?”
Martin: “Ein Salzstangerl, bitte.”
Wurstmann: “Gurkerl? Pfeffaroni?”
Martin: “Nein danke.”
Wurstmann: “Wos zum Trinken?”
Martin: “Ja, ein Cola bitte.”
Wurstmann: “Na hearns, Sie san ma oba ka Hüf! - Dosn oder Floschn?”
Alles verstanden? Falls nicht - was ich bei den meisten Lesern annehme - gibt’s hier die Übersetzung ins Deutsche und eine Auswahl von Büchern von Daniel Glattauer: Weiter lesen…