By Prof. Wurst on Nov 12, 2008 in Wurst Gourmet Rezepte | 1 Comment
Das erste Rezept in der “Wurst Gourmet Rezept”-Reihe kommt von Johannes Guggenberger aus Stuttgart. Und zwar mit folgendem Rezept: Bratwurststäbchen paniert mit Dips (Sauce Remoulade und Moutarde Violette). Johannes, oder auch Guggi, hat eine Leidenschaft - wie kann es anders sein - Kochen! Auf seiner Webseite präsentiert er fast täglich tolle Rezepte, die einem das Wasser im Mund zusammenrinnen lassen. Jeder, der gerne in der Küche steht, kann sich hier einige Ideen holen. Bei seinen Beschreibungen verzichtet er ganz bewußt auf Mengen- und Gewichtsangaben. Jeder, der sich mit Kochen beschäftigt, wird diesbezüglich mal da oder dort von der jeweiligen Zutat mehr oder weniger, aus seiner eigenen Erfahrung heraus, verwenden.
Zutaten:
-
Frische dickere Bratwurst
- Bio-Ei
- Mehl
- Semmelbrösel
- Etwas geschlagene Sahne
- Butterschmalz
Was zu tun ist:
Die Bratwurst zuerst in Stäbchen schneiden und diese anschließend zuerst in Mehl, dann in Ei, das man vorher mit der geschlagenen Sahne vermischt hat, durchziehen. Abtropfen lassen und mit den Semmelbröseln panieren. Anschließend in Butterschmalz herausbacken.
Zu den Dips:
Erstens der Moutarde Violette. Wie der Name schon sagt, ist das eigentlich ein Senf, der sich aber perfekt zum Dippen eignet. Wir haben vor kurzem über diesen Senf berichtet, inklusive der Info, wo man ihn kaufen kann. Selbermachen geht hier leider nicht, sorry.
Und zweitens die Sauce Remoulade, die man am Besten selbst macht: Weiter lesen…
By Prof. Wurst on Nov 12, 2008 in Wurst Gourmet Rezepte | 0 Comments
Natürlich haben wir uns von Anfang an auch vorgenommen, Wurstrezepte hier an der Wurstakademie zu präsentieren. Es hat nun etwas länger gedauert, aber wir wollten nicht einfach nur Rezepte hier online stellen. Nein, wir haben uns einen eigenen Rezept-”Ansatz” überlegt und dafür etwas Zeit gebraucht.
Unsere Idee ist es, professionelle Amateurköche und echte Gourmet-Köche einzuladen, spezielle Wurst-Rezepte zu kreieren, zu kochen und hier vorzustellen. Diese “Wurst Gourmet Rezepte” sollen etwas besonderes sein und sind für Wurstliebhaber gedacht, die auch gerne in der Küche stehen und Spass am Kochen haben.
Alle, die es mit dem Kochen und dem Herumwüten in der Küche nicht so haben, brauchen sich nun aber keine Sorgen machen. Wir werden an der Wurstakademie nicht “nur” Gourmet-Rezepte online stellen. Natürlich werden wir euch hier auch “einfachere” Rezepte präsentieren, die absolut jeder nachkochen kann, wie zum Beispiel die jedem aus der Kindheit noch bekannten Tintenfisch-Würstl oder die Wurst-Forelle.
Wie gesagt, professionelle Amateurköche und ganz echte Gourmet-Köche sind herzlich eingeladen (wenn sie nicht schon von uns eingeladen wurden
), sich bei uns mit einem Rezept zu melden.
Unsere Wurst-Gourmet-Köche:
Johannes “Guggi” Guggenberger
By Prof. Wurst on Nov 10, 2008 in Senf & Co | 2 Comments
Nach den ganzen beschriebenen Würsten - wie St. Johanner, Frankfurter/Wiener, scharfe Debreziner, Waldviertler, Münchner Weißwürste, usw. - ist heute wieder einmal ein Senf dran, hier besprochen zu werden (Der letzte Senfbeitrag, über den violetten Senf, liegt ja schon einige Zeit zurück). Den Anfang macht ein ausgezeichneter, nicht alltäglicher Senf: Der Curry-Senf. Es gibt einige wenige Senf-Manufakturen, die diesen Senf herstellen - ich habe diesen von der Senferey im schönen Schwarzwald.
Indisch essen gehen ist ja manchmal sehr gut. Aber da ich von Würsten aus Indien dringend abraten würde, stellt sich mir hier die Frage, ob und wie es beim Würstlessen möglich ist, einen Hauch von Indien zu erhaschen. Welche Überraschung: Es ist möglich!
Und zwar mit diesem hier vorgestellten Curry-Senf! Dieser Curry-Senf schmeckt so herzhaft nach Curry, dass man beim Genießen des Senfs fast meinen könnte, man sei indisch essen gegangen… Ich bin mir sicher, bei diesem Senf wird jeder Inder neidisch!
Dieser Senf passt perfekt zu Würsten aber auch zu gegrilltem und gebratenen Fleisch, er verfeinert exotische Salate und ist auch als Dip zu verwenden. Was ist drinnen im Senf? Natürlich Senfsaat, weiters: Wasser, Branntweinessig, Zucker, Meersalz, Zitronensaft, Kräuter, Gewürze und natürlich viel Curry! Keine Frage, Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker sind in diesem Senf keine zu finden. Bernd, ich gratuliere dir zu diesem Senf!
Lust auf noch ein schönes Foto? Weiter lesen…
By Prof. Wurst on Nov 9, 2008 in Beilagen, Brot & Gebäck | 4 Comments
Die eigentliche Kren/Meerrettichsaison beginnt ja im Spätherbst, und man kann annehmen, dass es nur im Herbst frische Kren/Meerrettichwurzeln gibt, aber ungewaschener Kren/Meerrettich ist bei optimaler Lagerung ohne Probleme über 12 Monate ohne Qualitätsverluste zu lagern. Somit kann Kren/Meerrettich das ganze Jahr über frisch gekauft werden. Allerdings bekommt man leider nicht überall und immer frische Kren/Meerrettichwurzeln. Und für manche ist eine ganze Wurzel ja möglicherweise etwas zuviel des Guten. Aber es gibt für alle eine sehr gute Alternative: Frisch geriebenen Kren/Meerrettich im Glas. Diese Gläser findet man in fast jedem Supermarkt, aber aufgepasst: Die meisten suchen ihn bei Senf & Co und werden nicht fündig, dort gibt es nur die Krenpastengläser. Die Gläser mit frisch geriebenem Kren stehen immer im Kühlregal!
Ich habe hier ein Glas Kren/Meerrettich aus der Steiermark in Österreich, der Heimat von Guggi, gekauft. Aber es gibt sicher einige Firmen, die Kren im Glas anbieten. Keine Ahnung, was es da für Marken in Deutschland gibt. Wie es mit den Preisen in Deutschland aussieht, weiss ich auch leider nicht, aber er wird sicher nicht wesentlich mehr kosten wie hier in Österreich. Ich habe für dieses Glas € 1,49 gezahlt. Und wer bedenken hat, dass der Kren/Meerrettich im Glas nicht so scharf schmeckt und ins Hirn fährt, wie ein kurz vor dem Genuss geriebener Kren/Meerrettich, den kann ich hier beruhigen! Er gibt Gas!
Dieser frisch geriebene Kren/Meerrettich im Glas ist den normalerweise angebotenen Kren/Meerrettichpastengläsern auf jedem Fall vorzuziehen. Schon allein das Auge hat mehr davon! Wie schaut denn das aus, ein gutes Würstel mit einer Krenpaste daneben. Kren/Meerrettich mit der Konsistenz von Senf - passt einfach nicht! Kren/Meerrettich als Beilage für Würste muss genau so gerieben sein, wie man es hier auf den Fotos sieht.
Aber so schön es ist, dass es dieses Angebot gibt, muss ich hier schon sagen, dass es natürlich nur eine Alternative ist. Es geht nichts über eine echte, frische Kren/Meerrettichwurzel, die man selber reibt und einen zum Weinen bringt!
By Prof. Wurst on Nov 8, 2008 in Wurstakademie-Produkte | 0 Comments
Nun sind sie endlich frisch aus der Druckerei eingetroffen: Die Wurstakademie-Lesezeichen! Warum gerade Lesezeichen, werden sich manche von euch fragen. Darum:

- Leser unserer Seite lesen auch gerne echte Bücher, also ein perfektes kleines Geschenk!
- Man bekommt Lust auf ein Würstl, wenn man unser Lesezeichen betrachtet.
- Besser ein Lesezeichen verwenden, statt Eselsohren in Bücher zu machen.
- Es gibt leider heute keine so tollen Fliegen mehr, wie sie Koloman hatte.
Lesezeichen setzten Raum- und Zeitmarkierungen. Sie verbinden die Zeit des Lesens mit der Zeit des Lebens.
- Relativ günstig in der Herstellung.
- Lesezeichen sind Sammelobjekte.
- Warum immer nur Flyer, die im Altpapier landen?
- Der richtige Platz um Wilhelm Busch zu verewigen.
- Es machte einfach Spass, das Lesezeichen zu kreieren.
Wie unter Punkt 9 geschrieben wurde Wilhelm Busch auf unserem Lesezeichen verewigt. Und zwar mit einem Auszug aus dem dritten Kapitel seines Maler Klecksel aus dem Jahr 1884: Weiter lesen…
By Prof. Wurst on Nov 7, 2008 in Kunstunterricht mit der Wurst | 4 Comments
Das Wichtigste auf einen Blick:
Entstehung 1907 in Paris
Bruch mit der traditionellen Malerei, Anfang der abstrakten Kunst
Verzerrung von Gegenständen
Verzahnung von Flächen und Formen
Zunächst Vernachlässigung der Farbe, später kraftvolle Kontraste
Malerei, Plastiken, Collagen
Bekannte Maler: Pablo Picasso, Georges Braque & Juan Gris
Der Kubismus ist schon allein deshalb eine interessante Epoche, weil er es doch glatt geschafft hat, eine Wurst bis heute zu prägen. Aber dazu weiter unten.
In der Wortkreation “Kubismus” ist das Wort “Kubus” enthalten, also “Würfel“. Diese geometrische Form zusammen mit Kugeln, Kegeln, Zylindern und Pyramiden charakterisieren den Kubismus - dessen Motivation einerseits der Übergang von gegenständlichen zu abstrakten Formen war und andererseits als Kritik an der realistischen bzw. der klassischen Malerei zu verstehen ist. Georges Braques und Pablo Picasso kreierten diesen Stil unabhängig voneinander 1907 und 1908. Der Höhepunkt des Kubismus war 1914.
Man kann zwei Phasen im Kubismus unterscheiden:
- Analytischer Kubismus
- Synthetischer Kubismus
Juan Gris beschrieb die Phasen so: ” In der ersten Phase machte man aus einer Flasche einen Zylinder, in der zweiten Phase hingegen gehe ich von einem Zylinder aus, um ein Einzelding zu schaffen; aus einem Zylinder mache ich eine Flasche.” Von Gris ist auch das Bild links: “Mann in einem Cafe” (1914) - und mit etwas Phantasie kann man sogar eine Wurst erkennen.
Zum Abschluss der heutigen Vorlesung, seid ihr sicher alle gespannt, welche Würste bis heute vom Kubismus geprägt werden. Es sind die Weiter lesen…
By Prof. Wurst on Nov 4, 2008 in Mini-Info | 0 Comments
Im Frittenblog bekam ich den Fernsehtipp, mir morgen von 10:15 bis 11:15 auf Kabel1 in der Sendung “Abenteuer Leben täglich Wissen” das Wurstduell anzusehen.
Es duellieren sich der Koch Peter Hribar aus Krefeld und Imbissbudenbesitzer Axel Brinkmann. Peter tritt mit seinen Hummer- und Brennessel-Würsten an und Axel mit der traditionellen Currywurst und Krakauer. Welche Version der Wurst wird wohl die Beste sein? Wir sind gespannt!
UPDATE, am 30. 11.2008: Wenn du dir das Duell ansehen willst, dann schau mal in diesen Artikel auf der Wurstakademie…
By Prof. Wurst on Nov 3, 2008 in Wurstwissenschaftliches | 4 Comments
Nachdem jeden Tag mehrere Personen über Suchbegriffe wie “schwanger sein Wurst” und “Schwangerschaft und Wurst” über die Suchmaschine Google zu uns auf die Wurstakademie kommen und amüsanterweise beim “Gurke-Wurst-Banane”-Artikel landen, habe ich mich letzte Woche bei Univ. Prof. Markus Nagl am Hygiene-Department der Medizinischen Universität Innsbruck erkundigt, was es damit auf sich haben kann. Was ich da hörte, ist wirklich sehr Ernst zu nehmen und nicht ansatzweise lustig! Univ. Prof. Nagl hat sich bereit erklärt, einen Gastbeitrag zu verfassen. Herzlichen Dank dafür, Markus!
Das Wichtigste vorweg: In der Schwangerschaft sollten nur ausreichend geräucherte, gebratene oder gekochte Fleischzubereitungen genossen werden. Der Grund ist u.a. Toxoplasmose, eine Infektion, welche durch Fleisch und Wurst übertragen werden kann.
Der Erreger, Toxoplasma gondii, ist ein Einzeller, der sich in Katzen geschlechtlich vermehrt. Die Katzen scheiden über den Darm Zystenformen aus, welche nach 2-3 Tagen infektiös werden und in der Umgebung gut überleben können. Nimmt ein Pflanzenfresser (z.B. Nutztiere - wie Rinder, Schweine, Pferde) die Zysten auf, werden die in der Zyste befindlichen Erregerformen frei, befallen Körperzellen und vermehren sich in diesen, bevor die Zellen zerplatzen und wiederum Erreger freigeben. Die körpereigene Immunabwehr kann die Toxoplasmen in Schach halten und zwingt sie zum Rückzug in Zystenformen in verschiedene Gewebe (z.B. Gehirn, Muskulatur), aus denen ja dann Wurst gemacht wird. In diesen Zysten überleben die Erreger aber dauerhaft und können bei einer Schädigung des Immunsystems eine Erkrankung verursachen.
Ist das Immunsystem intakt, verläuft die Infektion beim Menschen zumeist symptomlos oder symptomarm (leichtes Fieber, leichte Lymphknotenschwellung) und wird nicht bemerkt. Die Infektion geschieht über Aufnahme von Toxoplasmen über engen Kontakt mit Katzen, die eine sehr hohe Durchseuchungsrate aufweisen (ca. 50%), über ungenügend erhitztes Fleisch, über Gartenprodukte, die durch Katzenexkrimente verseucht werden können (z.B. Salat), und auch über ungenügend geräucherte Wurst etc.. Daher ist die Weiter lesen…