By Prof. Wurst on Dez 31, 2008 in Bildende & Darstellende Kunst | 1 Comment
Als Jahresabschlussbeitrag 2008 stelle ich euch heute an der Wurstakademie einen amüsanten und spannenden Kurzfilm vor: Den 10-Minuten-Kurzfilm “Würstelstand” aus dem Jahr 2004. Buch und Regie
hat der österreichische Filmemacher Nicolas Neuhold in die Hand genommen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen:
Nicolas verfilmte die Geschichte von zwei Einbrechern in Wien, die nach einem erfolgreichen Einbruch Hunger bekommen. Und was tut man da in der Stadt der Würstel- stände am Besten? Natürlich, man ver- schafft sich den Zugang zu einem solchen Standl. Allerdings sollte man bei so einer Idee nie die Realität des Wiener Nachtlebens außer acht lassen! Und so erregt das Einbrecher- pärchen die Aufmerk- samkeit von hungrigen Polizisten im Nachtdienst und von Ballbesuchern, die ja liebend gerne nach einer durchtanzten Nacht ein Würstchen essen gehen. Und mit einem Wiener Sandler machen sie auch noch Bekanntschaft. Und genau das alles ist gut für uns: Wir haben etwas zu Schmunzeln! Und spannend ist der Film obendrein!
Der Film “Würstelstand” wurde übrigens in Erinnerung an den von so vielen Österreichern heißgeliebten österreichischen Schilling gedreht. Es soll ja immer noch eine Menge Österreicher geben, die dem Schilling nachweinen - aber das ist eine andere Geschichte!
Wir wünschen euch einen guten Rutsch ins Jahr 2009!
By Prof. Wurst on Dez 29, 2008 in Senf & Co | 2 Comments
Im Moment ist tiefster Winter, zumindest hier in Innsbruck. Eisig kalt, überall Schnee und mehr Nacht als Tag. Ich persönlich mag den Winter ja nicht wirklich, auch wenn mich viele Freunde von außerhalb wegen der Berge, dem Schnee und den vielen möglichen Wintersportarten hier in Tirol beneiden. Die zwei Fakten sind: Ich will wieder Sommer und ich verbinde Orangen mit der warmen Jahreszeit. Und genau deshalb habe ich heute diesen Beitrag über diesen so speziellen Senf, nämlich den Orangen-Senf, geschrieben. Diesen Beitrag möchte ich hiermit allen Lesern widmen, die sich - genauso wie ich - auf wärmere Temperaturen, längere Tage, grüne Bäume und T-Shirts tragen freuen!
Ich habe den Senf wieder einmal von der Senferey, genauso wie die schon vorgestellten Senfsorten: Chili-Senf und Curry-Senf. Wenn man das Glas Orangen-Senf aufmacht und daran schnuppert, riecht es schon richtig nach Orangen und man würde nicht meinen einen Senf vor der Nase zu haben. Einzig und allein der schärfere Geruch, der zwischendurch etwas stärker zur Geltung kommt, erinnert daran, dass es sich doch um Senf handelt.
Wenn man ihn dann kostet, schmeckt man sofort die Orangen im Senf, nicht zu stark, eher dezent, aber sehr passend für diesen fruchtigen Senf.
Der Orangen-Senf passt natürlich bestens zu allen Arten nicht zu stark geräucherten Würsten und zu hellem Fleisch und zu Fisch. Außerdem zu mildem Käse, zu Rohkostsalaten und zu allen exotischen Gerichten. Die Inhaltsstoffe des Senfs sind neben Senfsaat: Branntweinessig, Wasser, Zucker, Meersalz, Zitronensaft, Kräuter, Gewürze und natürlich Orangensaft und Orangenschalen (aus kontrolliert biologischen Anbau - versteht sich fast von selbst). Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker sind in diesem Senf, wie bei allen Senfsorten der Senferey, keine zu finden!
Und wisst ihr, dass ganz bestimmt auch Johann Wolfgang von Goethe eine Freude mit diesem Senf gehabt hätte? Weiter lesen…
By Prof. Wurst on Dez 24, 2008 in Dies & Das | 2 Comments

Unser Weihnachtsgruß ist natürlich mit Salami-Tinte geschrieben!
By Prof. Wurst on Dez 23, 2008 in Mini-Info | 2 Comments
Es ist ja sehr interessant, was sich so alles getan hat, seitdem ich mit der Wurstakademie im September online ging. Ich habe allerhand kreative, interessante und teils auch verrückte Personen kennengelernt. Verrückt in dem Sinn, dass sie sich mit nicht alltäglichen Dingen und Produkten auseinander setzten und auch produzieren. Sei es nun zum Beispiel die Salami-Tinte von Dr. Jansen oder der Fritten-Blog von Biggi oder auch auch Bernd von der Senferey. Und genau mit diesem treffe ich mich heute in seiner Ferienwohnung in Axams (in der Nähe von Innsbruck), wo er gerade seinen Urlaub verbringt. Meine Freundin und ich sind bei Bernd und seiner Frau mit 2 weiteren Freunden von Bernd eingeladen. Wir werden selber Fleischkäse machen und dann bei einem oder mehreren Gläschen Wein sicher einen lustigen Abend verbringen.
Ich freu mich schon sehr darauf und werde euch berichten, wie unser selbergemachter Fleischkäse geschmeckt hat. Fleischkäse ist ja eigentlich auch nichts anderes wie eine Riesenwurst ohne Haut.
Übrigens: Von Bernd stammt der Curry-Senf, den es beim aktuellen Gewinnspiel zu gewinnen gibt… Schon mitgemacht?
UPDATE, AM 24.12.2008:
Der Abend war wirklich spitze! Total kurzweilig verbrachte ich gestern den Abend mit Bernd und Susanne von der Senferey, mit zwei weiteren Freunden von ihnen und meiner Freundin. Eines kann ich nun definitiv sagen: Bernd und Susanne stehen 100%ig hinter ihrer Senfmanufaktur “Senferey” - und das mit großer Leidenschaft!
Leider kann ich ab nun keinen industriell gefertigten Fleischkäse mehr essen,
nachdem ich gestern den frisch hergestellten von Bernd gegessen habe. Köstlich!
Und außerdem hat sich auch geschäftlich so einiges ergeben, aber dazu mehr ein anderes Mal. Aber ihr könnt gespannt sein und euch darauf freuen!!!
Bernd und Susanne, herzlichen Dank für die Einladung!
By Prof. Wurst on Dez 21, 2008 in Dies & Das | 1 Comment
Die meisten Besucher kommen natürlich schon über einen PC oder ein Notebook auf unsere Wurstakademie, aber es gibt auch einige, die über ihr iPhone auf die Seite kommen. Clemens zum Beispiel, der ja einer unserer Top-Kommentatoren ist und sehr oft seinen Senf zu unseren Beiträgen dazu gibt. Dafür mal herzlichen Dank an einen ganz speziellen Freund!
Dieser hat mir vor einiger Zeit ein E-Mail mit 3 Attachements gesendet: Screenshots von seinem iPhone. Das Wichtigste ist natürlich das “Custom Site Icon” auf dem Springboard mit dem Logo der Wurstakademie. Beim Antippen dieses Icons geht sofort die Startseite der Wurstakademie-Seite mit den aktuellen Beiträgen auf. Sehr lobenswert dieses Icon auf die erste Springboardseite zu geben!
Manche werden sagen “Ach Gott, dass ist mir aber zu klein, da braucht man ja eine Lupe, um das zu lesen.” Aber es gibt beim iPhone zwei feine Möglichkeiten, um sich die Augen nicht kaputt zu machen. Erstens kann man sich den Inhalt bequem im Querformat ansehen, ein Drehen des iPhones genügt. Und zweitens gibt es eine perfekte Zoom-Funktion. Mit zwei Fingern zoomt man sich problemlos und schnell in die Seite hinein und wieder hinaus.
Das iPhone begeistert mich natürlich schon auch sehr, aber ich persönlich werde wohl auf die nächste Generation warten, da mir einige wichtige Funktionen abgehen. Aber dann bin ich auch dabei und kann meine Beiträge für die Wurstakademie auch bequem übers iPhone schreiben und publizieren, egal wo ich bin, sei es am Strand in der Toskana oder sonst wo. Ein Plugin dafür gibt es ja schon.
By Prof. Wurst on Dez 19, 2008 in Kunstunterricht mit der Wurst | 2 Comments
Das Wichtigste auf einen Blick:
Entstehung Anfang der 1930er Jahre
Mathematisch-geometrische Grundlagen
Materialisierung von Gestrigem
Keine symbolische Bedeutung
Malerei, Bildhauerei, Fotografie
z.B.: Max Bill, Fritz Glarner, Theo van Doesburg
In unserer letzten Vorlesung vor den Weihnachtsferien geht es um die Konkrete Kunst.
Theo van Doesburg hat den Begriff “Konkrete Kunst” 1924 eingeführt und sechs Jahre später in einem Manifest festgelegt, dass dies eine Richtung der Kunst ist, die im Idealfall auf mathematisch-geometrischen Grundlagen beruht.
Die Kunst ist nicht abstrakt im eigentlichen Sinn, da sie ja nichts in der Realität Vorhandenes nimmt und diesen Gegenstand dann abstrahiert. Das Gegenteil ist hier der Fall: Geistiges wird materialisiert und es gibt auch keine symbolische Bedeutung. Die Kunstwerke werden mehr oder weniger rein durch geometrische Konstruktionen erzeugt.
Manche werden sagen: “Das schaut aber sehr nach Konstruktivismus aus.” Da muss ich aber sagen, dass es sehr wohl etwas anderes ist. Die konkrete Kunst grenzt sich nämlich vom Konstruktivismus vor allem durch ihr wissenschaftliches Denken bzw. durch die Erforschung von geometrischen Gesetzmäßigkeiten und der Erforschung der Farbe ab.
Übrigens: Im Bild rechts sieht man mich im Ciné-Bal-Saal des Weiter lesen…
By Prof. Wurst on Dez 18, 2008 in Einfache Rezepte mit Wurst | 5 Comments
Der vor kurzem von mir entdeckte Beitrag zur Erbswurst im Genussmousse-Blog hat gewisse Kindheitserinnerungen hervorgerufen. Wie oft habe ich diese Suppe wohl gegessen… Ich denke, dass viele von euch die Erbswurst ebenfalls kennen, dass euch als Kinder auch Erbswurstsuppe vorgesetzt wurde und dass auch in euch nun Erinnerungen geweckt werden, gute oder schlechte Erinnerungen sei dahingestellt - es soll ja Kinder gegeben haben, die die Suppe nicht liebten.
Man glaubt es kaum, aber dieses Produkt hat wirklich eine lange Geschichte! 1867 wurde sie vom Koch Johann Heinrich Grüneberg in Berlin erfunden und wurde dann vom preußischen Staat gekauft, der sie für militärische Zwecke verwendete. Die deutschen Soldaten im
Deutsch-Französischen Krieg wurden mit der Erbswurst ausgestattet und vielleicht waren sie allein wegen dieser siegreich, wer weiß?! Auf alle Fälle ist die Erbswurst eines der ältesten Fertiggerichte, die industriell hergestellt wurden.
1889 übernahmen dann die Brüder Knorr die Produktion der Erbswurst. Da sie extrem lange haltbar ist, gehörte sie in Kriegszeiten in jede Vorratskammer und ebenfalls zur Grundausstattung von Wanderern, Bergsteigern und von Expeditionen. Der Name “Knorr” ist bis heute mit der Erbswurst verbunden, sie wird immer noch unter der Marke “Knorr” produziert.
Auf die Frage, warum sie ErbsWURST heißt, gibt es eine einfache Erklärung: Ursprünglich wurde die Erbswurstmasse mit einem Trichter in einen Naturdarm gefüllt und an beiden Enden zugebunden - wie eine echte Wurst. Erst später wurde das gepresste Erbsmehl in Portions”tabletten” in eine Pergamentpapierrolle gewickelt.
Nun aber zum Rezept (für 2 Personen), das sogar für extrem ungeübte “Köche” zu bewerkstelligen ist: Weiter lesen…
By Prof. Wurst on Dez 17, 2008 in Dies & Das | 1 Comment
Unser Beitrag “Warum wird die Wurst schief durchschnitten?” kam in gewisser Weise mit Hilfe der Kalle GmbH, die sich unter anderem auf die Produktion von Wursthäuten spezialisiert hat, zustande. Vor 70 Jahren, im Dezember 1938, brachte sie das Büchlein zu dieser Frage für Kunden und Freunde des Hauses heraus. Da wir von der Firma gebeten wurden, das Büchlein einzuscannen und nach Wiesbaden zu senden, schickten wir aber nicht nur ein E-Mail mit der Datei, sondern wir brannten eine CD und gestalteten ein CD-Cover.
Und da wir hörten, dass der gegenwärtige Geschäftsführer Herr Dr. Walter Niederstätter - er ist übrigens aus Südtirol, das ja nicht weit von der “Zentrale” der Wurstakademie entfernt ist - heute seinen 65. Geburtstag feiert, brannten wir für ihn eine extra CD mit dem nun digitalen Büchlein und modifizierten das CD-Cover zu diesem Anlass ein wenig. Und da uns das Cover ganz gut gelungen ist, wollen wir es euch nicht vorenthalten…
Von der Wurstakademie auf alle Fälle
die Besten Glückwünsche zum 65. Geburtstag
und liebe Grüße aus der Heimat!
By Prof. Wurst on Dez 14, 2008 in Dies & Das | 1 Comment
Manchmal wundere auch ich mich, was es so alles zum Thema “Wurst” zu finden gibt. Ich habe keine Ahnung mehr, wie ich auf dieses außergewöhnliche Produkt gekommen bin, aber plötzlich war es auf meinem Bildschirm und wenige Tage später dann in meinem Briefkasten. Salami-Tinte der Firma “De Atramentis Tintenmanufaktur Jansen”! Als ich damals anfragte, was es mit der Tinte auf sich hat, ob die Tinte nur salamirot ist, oder auch nach Salami riecht und Fettflecken am Papier hinterläßt, bekam ich eine ernste Antwort: Die ersten zwei Punkte stimmen: Sie ist salamirot und sie riecht nach Salami! Aber sie produziert KEINE Fettflecken am Papier.
Ich dachte mir, die Tinte muss ich als Prof. Wurst unbedingt haben, um standesgemäß mit einer Wurst-Tinte meine Korrespondenz unterschreiben zu können. Netterweise schickte mir der Produzent höchstpersönlich, Herr Dr. Franz-Josef Jansen, ein Fäßchen der Salami-Tinte, zusammen mit einer Wein-Tinten-Fass, genauer gesagt eine Chianti-Tinte. Ich war sehr gespannt, wie diese Tinten denn nun wirklich riechen. Zuerst war die Chianti-Tinte dran. Der Duft war ausgezeichnet! Wie echter Wein! Danach war die Salami-Tinte dran. Ich öffnete sie und nahm eine kräftige Nase voll. Da kippte es mich fast aus den Socken und drehte mir den Magen halb um. Der Zug war war wohl etwas zu kräftig und intensiv! Ich musste mich erst mal setzen und Weiter lesen…