By Prof. Wurst on Dez 12, 2008 in Kunstunterricht mit der Wurst | 3 Comments
Das Wichtigste auf einen Blick:
Entstehung 1919 in Weimar durch eine von Walter Gropius gegründete Kunsthochschule
Zusammenführung der Künste und des handwerklich-technischen Könnens
“Form follows function”
Industrielle Formgebung
Architektur, Design, Fotografie
z.B.: László Moholy-Nagy, Lyonel Feininger, Marcel Breuer, Ludwig Mies van der Rohe
Die heutige Vorlesung wird ausnahmsweise einmal etwas kürzer ausfallen, da über die
Stilrichtung “Bauhaus” in einer der früheren Vorlesungen schon einmal berichtet wurde. Deshalb meine Bitte, ganz einfach noch einmal das Skriptum der Vorlesung 6 “Wurst und der Konstruktivismus” durchlesen.
Der Bauhausstil ist schon beeindruckend. Sei es nun die Architektur - das in Barcelona stehende und zu besichtigende Haus von Mies van der Rohe sei jedem empfohlen - oder die Möbel-Designs. Rechts sieht man die zeitlosen Satztische von Marcel Breuer die er 1927 entworfen hat. Der perfekte “Unterbau” zum Würstlessen!
Wer mehr zum Thema “Bauhaus” lesen will, tut dies am Besten auf der Seite des Bauhaus-Archivs oder auf Wikipedia.
In der Vorlesung nächsten Freitag geht es um konkrete Kunst. Bis dahin viel Spass mit anderen Artikeln an der Wurstakademie! Bis nächste Woche!
Die Übersicht zu den schon behandelten Epochen/Themen gibt es auf der Einführungsseite der Vorlesung.
By Prof. Wurst on Dez 10, 2008 in Gewinnspiele | 36 Comments

UPDATE am 2. Jan. 2009:
Der Gewinner steht fest! Das Buch geht nach Freiburg in Deutschland. Hier gehts zum Gewinner-Artikel.
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Gestern habe ich über die Currywurst- & die Weißwurst-Knigge berichtet. Genau diese beiden Bücher / Heftchen und ein Glas besten Currysenf können nun gewonnen werden. Herzlichen Dank dem Literareon/Herbert Utz Verlag und dem Bernd von der Senferey für die Bereitstellung der Gewinne!
Dieses Gewinnspiel läuft bis Mittwoch dem 31. Dezember 2008 um 24 Uhr. Für den Gewinner fängt das Jahr 2009 also schon mal gut an! Mitmachen können alle, die bis dahin unter diesem Beitrag ein Kommentar abgegeben haben.
- Name und E-Mail-Adresse (E-Mail-Adresse sehen nur wir und wird nicht öffentlich präsentiert), angeben UND erstens einen
- schönen Gruß aus der Stadt mitschicken, aus der ihr kommt UND zweitens reinschreiben
- was ihr bevorzugt: Currywurst oder Weißwurst. Das ist alles - also keine Hexerei.
Teilnahmebedingungen sind am Ende des Beitrags in der Fußnote zu lesen.
Aufmerksam machen will ich euch an dieser Stelle wieder einmal darauf, dass ihr den Wurstakademie-Newsletter bestellen könnt, um immer aktuell über neue Artikel oder Gewinnspiele informiert zu sein, und/oder auch auf unserer Facebook-Seite ein Fan der Wurstakademie werden könnt. Danke sehr!
Also dann: Viel Glück!
By Prof. Wurst on Dez 9, 2008 in Literatur | 3 Comments
Currywurst-Liebhaber, meist im Norden Deutschlands zu finden, und etwas südlicher beheimatete Weißwurst-Fans sind ja meistens keine wirklichen Freunde. Es geht hier um zwei grundverschiedene Wurst-Philosophien! Aber das ist ein anderes Thema. Da ich die Gräben nicht noch tiefer graben will, habe ich mich entschieden, hier gleichzeitig zwei Bücher, naja “Bücher” ist etwas übertrieben, besser: zwei Heftchen, für beide Lager vorzustellen.
Die Currywurst-Knigge und die Weißwurst-Knigge sollten eigentlich in keinem Bücherregal fehlen! Kniggen sind Sammlungen mit Benimmregeln und wichtigen Fakten, die, einmal gelernt, einem helfen, schwierige Situationen zu meistern, ohne in peinliche Fettnäpfchen zu treten. Beispiel gefällig? Ein Berliner will in Bayern eine Weißwurst bestellen. Die Bedienung kommt zum Tisch und der Norddeutsche bestellt “ein paar Weißwurst“. Ups, peinlich!!!! Weißwürste gibt es nicht als Paar! Sowas sollte nie passieren und mit der Weißwurst-Knigge bist du bestens gerüstet! Anderes Beispiel? Ein Münchner bestellt in Hamburg eine Currywurst: “Kannst du mir ne Wiener als Currywurst geben?” Ups, peinlich!!!! Echte Currywurst ist immer eine Bratwurst! mit dem Currywurst-Knigge-Heftchen passiert dir das bestimmt nicht!
Beide Heftchen hat Werner Siegert geschrieben und werden vom Münchner Literareon/Herbert Utz Verlag herausgegeben.
In der Weißwurst-Knigge wird auf 17 Seiten beschrieben, wie man eine Weißwurst richtig bestellt, wie man sie richtig aufschneidet bzw. ißt (das ist eine eigene Wissenschaft!), was es
mit dem Weißwurst-Äquator auf sich hat und zur Geschichte der Weißwurst wird auch allerhand berichtet. Die s/w-Abbildungen sind auch recht amüsant. Kosten tut die Weißwurst-Knigge € 3,60 und es gibt sogar eine japanische Version - für diejenigen unter euch, die die Japanisch-Kenntnisse auffrischen wollen! Die englische Version gibt es derzeit nicht mehr. Bestellen könnt ihr es über den Amazon-Link rechts oder direkt über den Verlagsshop.
Auszug gefällig? Bitte schön:
Lieben Sie Klassik?
Dann wählen Sie die klassische, die orale Methode: das Auszuzzeln, preußisch: Aussaugen. Man führt die Wurst mit den Fingern an den Mund, beißt das kleine Ende ab (es darf auf dem Tellerrand abgelegt werden) und saugt den köstlichen Inhalt aus dem zarten Saitling. Etwaige Lustgefühle und Schmatzer müssen nicht gebeichtet werden. 
Man darf dies auch mit der Zahnpasta-Methode kombinieren [...]
Die Currywurst-Knigge steht der Weißwurst-Knigge an interessanten Inhalten in nichts nach. Auf 16 Seiten, gespickt mit einigen witzigen Weiter lesen…
By Prof. Wurst on Dez 7, 2008 in Wurstwissenschaftliches | 2 Comments
Eine der essentiellsten Fragen in der Würstelwelt ist wohl die Frage: Warum wird die Wurst schief geschnitten? Im Zuge meiner Recherchen kam ich drauf, dass diese Frage schon wissenschaftlich
abgehandelt wurde. Ist zwar schon eine Zeit lang her, aber die Antworten sind immer noch hochaktuell.
Im Antiquariat Johann Peter Hebel fand ich ein Büchlein, dass im Dezember des Jahres 1938, also exakt vor 70 Jahren, von der Kalle & Co AG für Kunden und Freunde gedruckt wurde und den Text von Dr. Mises, den er im Jahr 1875 publizierte, wieder zum Leben erweckte. Illustriert hat dieses Büchlein der deutsche Künstler Richard Scheibe.

Dr. Mises machte sich eines Abends mit seinen Akademiker-Freunden - bei einigen Gläschen Wein, nehme ich an - Gedanken über die Frage aller Fragen: Warum wird die Wurst schief geschnitten? Die 15 Antworten, die dabei herauskamen, präsentiere ich euch hier im Originalwortlaut. Die Illustrationen stammen ebenfalls aus dem Büchlein. Alles sehr amüsant…
- Weil der schiefe Schnitt der natürlichste ist; denn unter unendlich vielen Schnitten kann der gerade nur einmal getroffen werden. (W-e.)
- Weil man bei der runden Gestalt die Besorgnis hat, das Wurstscheibchen könne davon laufen. (W-e.)
Weil die elliptische Form an sich anmuthiger ist, wenn nicht umgekehrt sie darum anmuthiger ist, weil sie an die durchschnittene Wurst erinnert. (K-e.)
- Weil die elliptische Form sich dem länglichen Zuge der Wurst mehr anschließt. (K-e.)
- Weil die Wurstscheibchen bei der elliptischen Gestalt größer ausfallen. (R-r, M-l, Sch-r.)
- Nach dem mechanischen Verhältnisse der Wurst zur Hand läßt sich die Wurst leichter schief als gerade durchschneiden. (R-e, S-l, H-n, letzterer mit der Bemerkung, dass man ja auch Bohnen schief durchschneidet.)
- (Bestimmtere Motivierung von Nr. 3) Weil die Ellipse als eine Kurve höherer Ordnung ein höheres Wohlgefallen erweckt als der Kreis. (D-ck, A-s.)
Das Faktum wird von W-e. in Abrede gestellt, weil seine Frau und Töchter die Wurst eben so oft gerade als schief durchschneiden, womit W-ch, W-ck, W-r (merkwürdigerweise durch den gleichen Anfangsbuchstaben lauter Namensverwandte der Wurst) übereinstimmen.
- Man muss unterscheiden. Eine Blutwurst wird Weiter lesen…
By Prof. Wurst on Dez 5, 2008 in Kunstunterricht mit der Wurst | 8 Comments
Das Wichtigste auf einen Blick:
Entstehung 1916 in Zürich durch die Eröffnung des “Cabaret Voltaire”
Kulturkritische und künstlerische Bewegung
Protest gegen die bürgerlich-konventionelle Kunst und Kultur
Hinwendung zum scheinbar Sinnlosen
Provokation, Satire, Collagen, Nonsens-Gedichte
z.B.: Hans Arp, Kurt Schwitters, Hannah Höch
Der Begriff “Dadaismus” steht für totalen Zweifel an allem, absoluten Individualismus und die Zerstörung von gefestigten Idealen und Normen. Die Dadaisten waren strikt der Meinung,
dass “Dadaismus” nicht definierbar sei. Innerhalb der Dada-Bewegung wurde der Begriff “Dadaismus” bewußt nicht verwendet, da sie nicht wollten, dass ihre Bewegung eine Strömung wie die anderen “Ismen” werden sollte - sie sollte keine Ideologie werden.
Der Name kommt vom Gründer Hugo Ball, der mit einem Messer in ein Deutsch-Französisches Wörterbuch stach und das Wort “dada” traf, das “Steckenpferd” heißt. Die außergewöhnliche Art und Weise der Namensfindung ist für diese Kunst- und Literatur-Bewegung sehr bezeichnend. Der Dadaismus wollte die vollkommene Antikunst und unklassifizierbar sein.
In der Literatur konzentrierte man sich auf Satiren und Nonsens-Gedichte. Wie so ein Gedicht entsteht, beschrieb Tristan Tzara in seinem 1929 erschienen Manifest sehr anschaulich:
Nehmt eine Zeitung. Nehmt Scheren. Wählt in dieser Zeitung einen Artikel von der Länge aus, die Ihr Eurem Gedicht zu geben beabsichtigt. Schneidet dann sorgfältig jedes Wort dieses Artikels aus und gebt sie in Weiter lesen…
By Prof. Wurst on Dez 3, 2008 in Senf & Co | 4 Comments
Genauso wie die schon vorgestellten Senfsorten - der violette Senf aus Frankreich und der Curry-Senf - hat auch dieser Senf etwas ganz Besonderes. Aber es ist nicht die Farbe, die ihn so besonders macht, sondern es ist die Schärfe! Nicht umsonst heißt er “extrascharfer Chili-Senf”! Ich habe ihn von der Senferey, einer meiner Lieblingssenf-manufakturen.
Es gibt ja viele Personen, denen nichts zu scharf sein kann. Diesen kann ich diesen Senf wärmstens empfehlen. Wenn ihr den Senf noch mit einer extrascharfen Wurst wie der Pusta-Krainer genießt, könnt ihr schon mal das Schweißtuch bereitlegen.
Aber auch alle anderen, die es nicht sooo scharf wollen, werden mit diesem Senf eine Freude haben. Dann nimmt man einfach ein Paar Frankfurter/Wiener und läßt eben nur wenig Chilli-Senf an die Wurst. Das hinterläßt dann immer noch eine feine und angenehme Schärfe im Mundraum.
Der Chili-Senf passt bestens zu allen Arten von Würsten und zu gegrilltem und gebratenem Fleisch. Außerdem aromatisiert er feurige Dressings, Saucen und Suppen und verleiht ihnen das gewisse Etwas. Die Inhaltsstoffe des Senfs sind neben Senfsaat: Weißweinessig, Wasser, Zucker, Meersalz, Kren/Meerrettich, Zitronensaft, Kräuter, Gewürze und natürlich extrascharfe Chilischoten. Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker sind in diesem Senf, wie bei allen Senfsorten der Senferey, keine zu finden.
Ein verdammt scharfes Foto habe ich noch für dich! Weiter lesen…
By Prof. Wurst on Dez 2, 2008 in Zitate, Sprichwörter & Gedichte | 1 Comment

“Des Schweines Ende
ist der Wurst Anfang.”
Wilhelm Busch
(*1832, +1909)
Zu diesem Zitat von Wilhelm Busch fällt mir auf Anhieb der gut gemeinte Tipp von Freunden oder Psychologen ein, die sowas wie “Wirst sehen, jedes Ende birgt auch einen tollen Neuanfang in sich.” von sich geben, wenn man in einer in diesem Moment aussichtslosen Situation ist. Was hilft einem so ein Spruch, wenn gerade eine Beziehung in Brüche gegangen ist, man seinen Arbeitsplatz verloren hat oder gerade an der Börse hunderttausende Euro verloren hat? In diesem Moment sicher nichts, aber es kommt die Zeit, in der man sich an diesen Spruch erinnert und man zugeben muss, dass er stimmt. Ob der Spruch auch Schweinen hilft?
Das so passende Bild oben findet ihr übrigens im Buch “Wurst”. Den Artikel auf der Wurstakademie dazu schon gelesen?