Archiv für Januar, 2010

“Stadt-Land-Wurst” Die Diplomarbeit von Wurstsack - Teil 1 »

Hendrick "Wurstsack" HaaseVor einiger Zeit erreichte mich ein Mail von einem gewissen “Wurstsack”1, der mir schrieb, dass er eine Diplomarbeit zum Thema Wurst geschrieben hat und die für mich vielleicht von Interesse wäre. Wie recht er hatte! Sie ist wirklich spannend zu lesen und für Personen mit Interesse an der Förderung von regionalen Produkten - sei es nun Wurst, Käse, Obst & Gemüse oder sonst was - ein Muss und mehr als empfehlens- und lesenswert!
“Wurstsack” heißt mit bürgerlichem Namen Hendrik Haase2 und studiert an der Hochschule für Kunst und Design in Halle “Kommunikationsdesign”3. Für die Diplomarbeit müssen sich die Studenten über ein Jahr mit einem selbst gewählten Thema beschäftigen und im theoretischen Teil darüber schreiben. Im praktischen Teil geht es dann um Design. Hier gibt es für euch schon mal den ersten Teil seiner Diplomarbeit “Stadt - Land - Wurst” - Danke Hendrik, dass wir diese schöne Arbeit hier an der Wurstakademie präsentieren dürfen!

Wenn ihr oben auf die Diplomarbeit klickt, geht die Arbeit über den ganzen Bildschirm auf und
mit den Pfeilen links und rechts könnt ihr bequem blättern!

Gestern telefonierte ich mit Hendrik eine Weile und wir plauderten über seine Arbeit, wie er überhaupt auf dieses Thema kam, über Ahle Wurscht und wir philosophierten ein bisschen über die Wurst als regionales Produkt. Wie er auf dieses Thema kam, lest ihr am besten selbst im Prolog II auf den Seiten 12/13 seiner Arbeit nach - besser könnte ich seine Worte auch nicht zusammenfassen. Die Ahle Wurscht ist übrigens Weiter lesen…

  1. Hier geht es zum Wurstsack.Blog, der aber auch schon seit einiger Zeit in der wurstakademieschen Blogroll zu finden ist und vielleicht schon manche von euch kennen.
  2. Auf Hendriks Wurstsack-Webseite gibt es alle seine grafischen Arbeiten zu bestaunen - inklusive Infos über seine Person und Kontakt.
  3. Zur Webseite der Hochschule für Kunst und Design in Halle geht es hier entlang. Und hier geht es direkt auf die Unterseite “Kommunikationsdesign”.

Wurst hat Zukunft - der wurstige Innovationspreis 2010 »

"Wurst hat Zukunft" - der wurstige Innovationspreis 2010 des Zentralverbands Naturdarm e.V.Seit 2006 engagiert sich der Zentralverband Naturdarm mit der Kampagne „Wurst hat Zukunft!“ für das Image der Wurst als modernes, hochwertiges Lebensmittel mit Kultpotenzial. Der Innovationspreis1 ist ein wichtiges Element der Kampagne und wurde bereits drei Mal verliehen. Der Zentralverband Naturdarm2 schreibt in diesem Jahr erstmals zusammen mit der afz (allgemeine fleischer zeitung) und dem Deutschen Fleischer-Verband3 diesen Innovationspreis aus.

Mit dem „Innovationspreis 2010“ werden besondere Leistungen oder umsetzbare Ideen im Bereich der Produktentwicklung und -vermarktung rund um die Wurst ausgezeichnet. Es werden spannende Konzepte, ungewöhnliche Marketinglösungen, originelle Zubereitungen oder ganz neue Produktideen gesucht: Eben den besonderen Knackeffekt, der die Wurst im Naturdarm als modernes Lebensmittel mit Kultpotenzial positioniert.

Teilnehmen kann jeder, ob Fachschule, Betrieb, Einzelperson oder Organisation, der seine Ideen und Projekte bis zum 15. März 2010 einbringt und so die Chance hat, neben der offiziellen Auszeichnung mit dem Innovationspreis auch noch eine Siegerprämie im Wert von € 1.000 einzustreichen, die im Rahmen der IFFA 2010 vor großem Publikum überreicht wird. Außerdem wird der Sieger auch hier an der Wurstakademie präsentiert.

Um genauere Informationen zur Teilnahme zu bekommen, schaut ihr am besten auf die Webseite des Innovationspreises. Das Bewerbungsformular gibt es dort natürlich auch zum Ausfüllen. Den Link zur Webseite gibt es in Fussnote1.

In diesem Sinn, wünsche ich allen Teilnehmern viel Glück und Erfolg!

  1. Für genauere Informationen zu diesem wurstigen Innovationspreis schaut ihr am Besten auf die Wurst-hat-Zukunft-Webseite!
  2. Hier geht’s zur Webseite des Zentralverbandes Naturdarm e.V.
  3. Beide haben natürlich eine Webseite. Bitte sehr: allgemeine fleischer zeitung und der Deutsche Fleischer-Verband

#7: Die Glücksschweinfamilie aus Holz »

Die Glücksschweinfamilie aus Holz

Schwein gehabt” Nr.7

Schweine und Wurst gehören zusammen und ein bisschen Glück im Leben schadet nicht…

…vor allem am Jahresanfang nicht!
Auf dass es ein tolles Jahr 2010 für uns alle wird!


Wer hält länger durch? Wurstarmiger Dave oder Skitters? »

Nun saß ich über eine Stunde vor dem Film, aber unser wurstarmiger Dave hält länger durch als ich dachte! Nun spiel ich den Ball an euch weiter: Das Wochenende steht vor der Tür und vielleicht habt ihr ja etwas mehr Zeit und könnt mir dann berichten, ob dieser nette, liebe Hund namens Skitters1 zum Schluss aufgibt oder ob er dann doch noch einen Teil von Daves Arm erwischt und genießt. Muss ja nicht gleich der ganze Arm sein… :-D Und am Besten nebenher etwas Musik hören2!

Und sie laufen und laufen und laufen und laufen und laufen...

Als ich Dave gestern mitten in der Nacht kontaktierte, dauerte es keine 15 Min. bis ich sein ok hatte, dass ich sein Filmchen online stellen kann und dass er sich sogar freuen würde, wenn dieser wurstige Endlosfilm an der Wurstakademie präsentiert wird. Gesagt, getan. Danke Dave! Sheepfilms-Logo von DaveÜbrigens hat er sich auf solche amüsanten Kurzfilme und Animationen spezialisiert. Seine Webseite3 ist wärmstens zu empfehlen, dort gibt es noch einiges zum Ansehen und Lachen. Viel Spass!

Und Danke, Bernhard aus München, für diesen Tipp!

  1. Skitter ist der Hund von Jane und hier auf ihrer Seite nochmal in Aktion zu bewundern.
  2. Ja, Prof. Wurst ist auch “DJ” nebenher ;-)
  3. Hier geht’s zu Daves Sheepfilms Website mit vielen amüsanten Filmchen und Animationen… Und hier direkt zu “Pointer Poke” - so fühlt man sich, wenn man zu lange vorm Computer sitzt. :-) Auf Twitter gibt es ihn übrigens auch.

Was ist ein Einspänner? »

An manchen Wurstständen, meist im Wiener Raum, kann man immer wieder den Begriff “Einspänner” auf der Preisliste lesen. Die wenigsten Gäste (von außerhalb) können im ersten Moment mit diesen “Einspännern” etwas anfangen und denken eher an einen der folgenden Einspänner:

  • Ein Cafe-Einspänner und ein Kutschen-EinspännerEinspänner Nr.1 = Ein von einem Pferd gezogenes Fuhrwerk bzw. Kutsche.
  • Einspänner Nr.2 = Eine Wiener Kaffeespezialität - ein großer Brauner in einem Glas mit sehr viel Schlagobers/Sahne oben drauf.1
  • Einspänner Nr.3 = Vor langer Zeit ein Bauer, der mit seinem Gespann fronpflichtig war.
  • Einspänner Nr.4 = In der Architektur eine Zugangsart zu einem Wohngebäude.2

Ein original Einspänner: Eine Frankfurter/Wiener - mit Senf, Kren/Meerrettich und BrotAber die für uns wichtigste Variante ist natürlich der Wurst-Einspänner. Kurz und bündig erklärt,

ist ein “Einspänner” am Wurststand
eine Einzelwurst von einer Wurstart,
die es normalerweise als Paar
zu kaufen und genießen gibt.

Früher gab es nur Frankfurter/Wiener als Einspänner, aber in der Zwischenzeit gibt es beispielsweise auch Debreziner, Käsegriller und Pustakrainer als Einspänner. Und da sich der Begriff “Einspänner” von Wien aus auch in den Westen Österreichs ausbreitet, gibt es im Salzburger Raum auch Frische und im Tiroler Raum auch St. Johanner als Einzelwurst.
Achtung: Eine Käsekrainer oder eine Waldviertler nennt man nie Einspänner, denn die werden normalerweise ja nicht als Paar verkauft!

Wie kam es zu diesen Einspännern? Ganz einfach: Es gibt genügend Menschen, denen manchmal ein Paar Würstchen einfach zu viel ist oder kleinen Kindern reicht oft auch ein einzelnes Frankfurter/Wiener Würstchen.

Variationen von diesen Einspännern gibt es natürlich auch:

  • Würstchen im Schlafrock: Das ist ein Einspänner in einem Teigmantel, in gewisserweise der Vorläufer des Hotdog.
  • Einspänner im Saft: Ein Einzelwürstchen in einem Teller Gulaschsaft.

Mehr berichte ich zu diesen Variationen ein anderes Mal…!

Noch ein ganz praktischer Tipp von mir persönlich: Weiter lesen…

  1. Weitere Kaffee-Zubereitungsarten in Wiener Cafehäusern gibt es hier auf Wikipedia.
  2. Hier auf Wikipedia gibt es eine Erklärung zu dieser Erschließungsart von Gebäuden.

Die Geburtstags-Wurstkarte aus Erfurt - #7 »

Die Geburtstags-Wurstkarte von den Freunden der Thüringer bratwurst e.V.Diese Karte bekam ja eigentlich gar nicht ich, sondern mein Assistent, aber was soll’s - Wurstkarte bleibt Wurstkarte. Rechtzeitig am 30.12. in Erfurt abgeschickt, kam sie erst am 4.1. hier an - am Samstag wird hier bei uns ja keine Post ausgetragen… Auf alle Fälle übermittelten “die Mitglieder und der Vorstand Uwe Keith des Vereines ‘Freunde der Thüringer Bratwurst e.V.’ ” diese tollen und außergewöhnlich wurstigen Geburtstagsgrüße! Gefreut hat sich mein Assistent riesig über diese Karte und gab sie mir freudestrahlend für unsere WurstkartenSerie. :-)

Als kleines Dankeschön gibt’s mal in nächster Zeit einen Beitrag über diesen Bratwurst-Verein1;-) Ihr könnt gespannt sein!

Danke Uwe für diese Geburtstagswurstkarte und liebe Grüße an alle Mitglieder des Vereins!

Ich bin gespannt, wer mir die nächste Karte schickt und vor allem woher sie kommt - Berlin, München, Wien, Salzburg und diesmal Erfurt hätten wir ja nun schon.2 Auf alle Fälle wird sie dann hier in der “Postkarten-Rubrik” präsentiert. Kann auch mal von weiter weg sein…

  1. Hier schon schon mal vorab der Link zur Vereins-Webseite
  2. Die Karte einfach an folgende Adresse schicken: Wurstakademie, z.Hd. Mario Pizzinini, Schneeburggasse 7/4, A-6020 Innsbruck

Metzger-Latein in der österreichischen Geschichte »

Vor kurzem hatte ich das Buch “Österreich - die gezeichnete Geschichte”1 von Bruno Haberzettl2 in der Hand. Wenn man in diesem Buch blättert, kommt man aus dem Lachen nicht mehr heraus. :-D Zusätzlich staunen musste ich auf Seite 65. Dort wird uns Metzger-Latein vom Feinsten aufgetischt!

Der Fleischer Josef Ettenreich mit seiner Spezial-SalamiEin Messerattentat auf Kaiser Franz Joseph kann dank Einschreitens eines couragierten Bürgers und Gottes Fügung gerade noch verhindert werden. Der brave Fleischermeister wirft sich todesmutig auf den Attentäter (ein hinterhältiges ungarisches Schneiderlein), um ihn auf der Stelle zu Salami zu verarbeiten! Als kleines Dankeschön gibt es für Wien die Votivkirche und für den Helden einen Adelstitel…3

Also, um bei der Wahrheit zu bleiben muss man schon sagen, dass das mit der “auf der Stelle zu Salami verarbeitet” echtes Metzger-Latein ist und das natürlich nicht stimmt, auch wenn der Gedanke daran schon amüsant ist. Aber sonst stimmt alles: das Attentat auf Kaiser Franz Joseph I. fand im Jahre 1853 statt, der Attentäter war der ungarische Schneider János Libényi und den todesmutigen Fleischhauer Josef Ettenreich, der daraufhin wirklich geadelt wurde, gab es auch.4 Metzger sind schon sehr mutige Leute! ;-)

Eine Frage tut sich allerdings schon noch auf, eine ganz prinzipielle Frage: Wenn das mit der Salami wirklich gestimmt hätte, wäre es dann eine ungarische Salami (weil ja ungarisches Fleisch verwendet wurde) oder wäre es eine österreichische Salami (weil sie in Österreich hergestellt wurde)? Was glaubt ihr?

Bruno Haberzettl: Österreich - die gezeichnete GeschichteAber nochmal zurück zum Buch. Du bist Deutscher und willst etwas über die österreichische Geschichte lernen? Dann ist dieses Buch absolut zu empfehlen! Aber auch für Österreicher, die im Geschichte-Unterricht in der Schule nicht aufgepasst haben, ist es wertvoll! So macht Geschichte lernen auf jeden Fall Spass, wie man schon am Cover des Buches erkennen kann. Auf den 3 Zeichnungen, die ihr am Cover sehen könnt, sieht man folgende österreichische Gestalten Persönlichkeiten: Weiter lesen…

  1. Das Buch “Österreich - die gezeichnete Geschichte” von Bruno Haberzettl erschien 2009 im Ueberreuter Verlag - kann auch bei Amazon bestellt werden, siehe Fussnote 8
  2. Bruno Haberzettl, geboren 1965 in Horn/Niederösterreich, ist seit 1990 freier Zeichner und Illustrator. Seit 1995 kreiert er die wöchentliche Karikatur in der sonntäglichen Kronen Zeitung.
  3. Quelle des Zitats: Seite 65 im besagten Buch.
  4. Quelle: Beitrag zu diesem Attentat auf Wikipedia.

Danke sehr! - im Namen meines Assistenten… »

Ein paar Würste, die es bei der Würstlparty gab...Im Namen von meinem Assistenten soll ich allen Wurststudenten, die ihm gestern zum Geburtstag gratulierten recht herzlich danken! Vor allem unseren Musterstudenten: Ludger (hier & hier), Theo (hier & hier & hier), Bernd und Susanne (hier & hier), Biggi (hier & hier), Rainer (hier & hier & hier), Monika und Metti (hier & hier), Monika (hier & hier & hier), Hannes (hier & hier & hier), Matthias (hier & hier) Rudolf (hier). :-)
Die gestrige kleine Würstlparty war übrigens ein voller Erfolg und die Würstl, die wir am Montag in Salzburg besorgten, waren ein Gedicht! Einen Teil seht ihr auf dem Foto oben: Frankfurter/Wiener, Debreziner, Käsekrainer, Pustakrainer und Batschka.

Mit Wurst-Hufeisen-Glückskeksen ins neue Jahr »

Wurst-Hufeisen-Glückskekse und die dazugehörige AusstechformIch habe diese Wurstkeks-Ausstechformen ja schon seit einigen Wochen hier bei mir und Wurstkekse habe ich auch schon vor einiger Zeit damit gemacht, aber ich dachte mir, dass sie fast noch besser zu Neujahr passen, als zur Weihnachtszeit. Warum? Weil jeder, der diese Kekse sah, sofort sagte: “Nett, diese Hufeisen!” Es brauchte immer einige Zeit, bis ich sie überzeugen konnte, dass das keine Hufeisen sind, sondern Würste, da Hufeisen keine Wurstzipfel an den beiden Enden besitzen. Irgendwann war’s mir dann zu lästig - soll doch jeder das sehen, was er sehen möchte. Im Endeffekt ist es ja auch keine Wurst. Genau genommen sind das ja wirklich nur Kekse mit Marmeladefülle.

Aber mir ist das alles ganz egal, für mich sind es Würste, für andere sind es Hufeisen. Und da wir an der Wurstakademie schon mal gehört haben, dass Wurst und Hufeisen und Glück zusammenpassen, im Leben Glück nicht schaden kann und ich euch für das gerade begonnene Jahr ganz viel Glück wünsche, widme ich euch allen diesen Wurst-Hufeisen-Glückskekse-Beitrag!

Da fällt mir ein, das oben beschriebene “Problem” erinnert mich irgendwie an das Bild von René Magritte, auf dem eine Pfeife abgebildet ist und darunter steht: “Ceci n’est pas une pipe”.1 Ist ja auch so - das Bild ist nur eine Abbildung einer Pfeife. In diesem Sinn sind auf dem linken Bild unten Weiter lesen…