Die "Murrmann"-Sage: Wurst & Katze als Retter in der Not

Für das Wochenende habe ich diesmal eine amüsante und fast unglaubliche Geschichte für euch, nämlich die Sage vom "Murrmann". Gefunden auf einer Sagen-Webseite1 und an uns weitergegeben von der Wurstakademie-Studentin Rikki. Danke für den Tipp!

In Bayern gibt es einen Ort namens Geiselwind2, der während des 30-jährigen Krieges durch eine Wurst und eine Katze vor der Plünderung und Verwüstung gerettet wurde. Unglaublich, aber wahr!

Der Murrman, die Wurst und die Katze als Denkmal in Geiselwind Im Dreißigjährigen Krieg hatte ein schwedischer General mit seiner Heeresabteilung vor Geiselwind gelagert, das damals hohe und starke Mauern und hinter diesen Mauern eine tapfere Bürgerschaft hatte. Dreimal ließ der General zur Übergabe auffordern. Die Bürger zauderten. Da rückten die feindlichen Haufen näher heran und machten Anstalten die Mauern zu erstürmen. Schon fielen draußen donnernde Schüsse, als die Vertreter der Bürgerschaft vom Rathaus kamen, wo sie beschlossen hatten, durch Abgesandte den feindlichen General nochmals um Gnade zu bitten. Sie gingen hinaus mit der weißen Fahne in der Hand. Das Belagerungsgeschütz schwieg und der General empfing sie in seinem Zelt, wo er eben im Begriff war, eine Wurst zu verzehren. Er hörte die Bürger an, wollte aber nichts von Bedingungen wissen; unbedingte Übergabe war es, worauf er bestand. Da riefen die Bürger aus: "Nun, so wolle uns Gott helfen, dass Ihr nicht in unsere Mauern kommt!" "So wahr ich diese Wurst in meinen Händen halte, komme ich hinein", entgegnete der General.

Aber in demselben Augenblick sprang eine große Katze auf des Generals Schulter, schnappte ihm die Wurst aus der Hand und lief davon. Die Gesandten erzählten zu Haus von diesem Vorfall und ihre Erzählung ermutigte die Bürger. Tapfer kämpfend schlugen sie den Feind mehrmals ab. Die Schweden zogen sich zurück und Geiselwind blieb unerobert.

Zum Andenken ließ die erfreute Bürgerschaft die merkwürdige Begebenheit in Stein nachbilden. Auf dem Denkmal ist der General mit einer großen Wurst in der linken Hand und einer nach der Wurst krallenden Katze auf der rechten Schulter dargestellt. Es ist etwa einen Meter hoch und noch heute als Wahrzeichen von Geiselwind in der Hauptstraße auf einer Gartenmauer zu sehen.3

Eine schöne Geschichte bei der aber folgende Frage unbeantwortet bleibt: Was könnte das wohl für eine Wurst gewesen sein? Wer eine Idee hat oder es sogar weiß, bitte ein Kommentar hinterlassen. Danke.

Prof. Wurst