Das Wurstmobile - Bastelstunde mit Prof. Wurst

Der Bastelbogen des Wurstmobiles Ich glaube, es war in der Volksschule, als ich das letzte Mal wirklich ernsthaft etwas bastelte. Heute war es das erste Mal seit damals wieder soweit, und ich nahm den Wurstmobile-Bastelbogen, Schere, Faden und Kleber zur Hand und genoss den wunderschönen Frühlingstag am Balkon. Heraus kam, mit einigen kleinen Flüchen zum Schluss, ein tolles Wurstmobile, das nun in meiner Küche hängt und auf das ich jetzt schon ein bißchen stolz bin. Das Wurstmobile stammt übrigens aus dem Hause "Edition 8x8"1, so wie die Wurst-Briefmarken, über die wir ja vor einiger Zeit schon berichteten.

Ich muss zugeben, dass es einerseits viel Spass gemacht hat, aber andererseits auch viel Geduld forderte, vor allem beim Ausbalanzieren, das wirklich Millimeterarbeit ist. Zuerst dachte ich, dass es in 15 Minuten erledigt ist, aber dann war ich doch glatt eine volle Stunde am Basteln. Dieser Beitrag steht zwar in der Kategorie für Kinder, aber es ist dringend zu empfehlen, dass ein geduldiger Erwachsener mitbastelt, denn sonst kann es passieren, dass das Kind die Nerven wegwirft und auf den Wurstblättern und der Wurst wutentbrannt herumtrampelt, weil alles nicht so geht, wie es sich die Kleinen vorstellen. Die letzten Arbeitsschritte verlangen Geschick und Geduld - und wir wissen ja alle, Kinder sind etwas ungeduldig.

Dann lasst uns mal die Bastelstunde beginnen!

  • Was braucht man alles? Den Bastelbogen mit den 2 Stäbchen logischerweise und zusätzlich noch eine Schere, ein Lineal, einen Papierkleber und eine Rolle Nähgarn.
  • Zuerst nimmt man einen der beiden Stäbe und schneidet zwei 8cm-Stücke und ein 12cm-Stück ab. Der 2. Stab ist als Reserve dabei, falls man sich "verschneidet". Ich habe ihn nicht gebraucht.
  • Nun schneidet man aus dem Bastelbogen alle Teile aus. Die 4 Wurstscheiben, die Wurst und das Schwänzchen der Wurst. Bei den Wurstscheiben aufpassen - diese zuerst grob ausschneiden, dann an der Linie falten und dann das Wurstblatt gefaltet ausschneiden, ansonsten sind die Vorder- und die Rückseite mit Sicherheit nicht gleich und decken sich nicht richtig.
  • Als nächstes nimmt man die einzelnen Wurstscheiben, legt einen Faden über die gefaltete Stelle, klebt sie zusammen und macht gleich bei jedem Wurstblatt einen Knoten.

Abb. 1: Die Bastelutensilien fürs Wurstmobile Abb. 2: Das Stäbchen wird auseinandergeschnitten Abb. 3: Alle Teile müssen nun aus dem Bastelbogen herausgeschnitten werden Abb. 4: Die Wurstscheiben werden zusammengeklebt

  • Jetzt kommt der etwas schwierigere Teil: die Wurst. Am Besten fängt man bei der Rundung an, bestreicht immer 2 Klebestellen mit Kleber und drückt die Stellen zusammen und wartet kurz, bis die Stellen zusammenheften. Dann die nächsten 2 usw., bis zum Schluss noch 2 Stellen und Lasche an der Längsseite der Wurst übrig sind.
  • Nun muss man einen Faden nehmen und diesen an der aufgezeichneten Stelle herausschauen lassen. Ich habe den Faden innen mit einem Klebestreifen angeklebt und zusätzlich noch mit einem 5mm-Streifen an der Stelle, an der der Faden aus der Wurst kommt, damit er mir später nicht verrutscht. Dann alle 3 Stellen mit Kleber beschmieren und zusammendrücken. Ist etwas schwierig, man braucht einen längeren Finger dafür. Kleine Kinderfinger gehen da nicht.
  • Und wenn das passt, bestreichen wir dann die Zacken, auf denen das Schnittende der Wurst geklebt wird, mit Kleber und pappen die Schnittfläche der Wurst drauf.
  • Zu guter Letzt nimmt man noch das Wurstende und dreht es als Kegel zusammen. Man schneidet ein bisschen Papier am Ende der Wurst mit der Schere heraus, tut etwas Kleber drauf und steckt den Kegel hinten in die Wurst. Fertig ist die Wurst!

Abb. 5: Am Wurstende wird begonnen Abb. 6: Bei diesen Klebestellen ist Pause: Der Faden muss rein Abb. 7: Der Wurstanschnitt wird angeklebt Abb. 8: Der Wurstzipfel kommt noch dran - Fertig ist die Wurst

  • Und nun kommt der kniffeligste Teil der Bastelstunde. Geduld ist angesagt, fluchen darf man, zumindest wenn kein Kind dabei sitzt. :-) Man nimmt ein 8cm-Stäbchen und bindet 2 Wurstscheiben jeweils an das Ende. Ich habe sie nach einem kurzem Test gleich mal mit einem Tupfer Kleber am Stäbchen befestigt, ansonsten fallen sie zu leicht herunter oder man verschiebt sie und das Gleichgewicht ist wieder dahin. Eine 3. Wurstscheibe befestigt man noch ungefähr in der Mitte und schneidet den Faden nicht ab, da dieser ans 12cm-Stäbchen kommt. An dieser Stelle muss man das erste Mal ein Gleichgewicht finden. Aber das ist hier kein Problem.
  • Das selbstgebastelte Wurstmobile in der Küche hängendDann kommen die Wurst und das 4. Wurstscheibchen ans andere 8cm-Stäbchen. Man nimmt anschließend einen Faden und knotet ihn ans Stäbchen. Ebenso hier muss man nun ein Gleichgewicht finden. Natürlich ist der Faden näher bei der Wurst, sie ist ja schwerer. Wenn man das Gleichgewicht gefunden hat, gleich einen Tropfen Kleber drauf.
  • So, jetzt bindet man die 2 Fäden von den 8cm-Stäbchen an die Enden des 12cm-Stäbchens. Nicht zu weit runterhängen lassen und auch nicht so, dass die 2 kurzen Stäbchen auf einer Ebene liegen - schaut nämlich doof aus.
  • Und zum Schluss wird noch ein Faden an das 12cm-Stäbchen gebunden und das ganze ausbalanziert, Kleber auf den Gleichgewichtspunkt und FERTIG!

Ich denke, dass jetzt nach dieser Bastelstunde jeder - ob Groß oder Klein - eine Riesenfreude mit dem Wurstmobile hat. Allerdings hat das Wurstmobile 2 Nachteile:

  1. Man kann es nicht essen!
  2. Wenn es so in der Küche oder im Wohnzimmer baumelt und man es zu oft ansieht, bekommt man Lust auf eine Wurst. Ok, das ist eigentlich nicht wirklich ein Nachteil! :-D
Prof. Wurst