Jean Paul und die Wurst als Götterspeise

"Wurst ist eine Götterspeise.
Denn nur Gott weiß, was drin ist."

Jean Paul
(*1763 Wunsiedel, +1825 Bayreuth)

Dieses Wurstzitat stammt aus der Feder des deutschen Schriftstellers Jean Paul1, der ja eigentlich Johann Paul Friedrich Richter geheißen hat. Da das Französische damals ziemlich en vogue war und Johann auch noch den Franzosen Jean-Jaques Rousseau sehr verehrte, war es naheliegend, sich Jean Paul zu nennen. Und dass er kein Vegetarier war, nehmen wir einfach an, trotz seiner leichten Kritik an Würsten - und nicht deswegen, weil er in Weimar anscheinend eine erotische Verwicklung mit seiner Verehrerin Charlotte von Kalb2 hatte.

Jean Paul - Wurst ist eine Götterspeise

Amüsanterweise Traurigerweise ist dieser Spruch aktueller denn je! Mit Gott haben diese billigen Massenwürste nicht viel am Hut und wahrscheinlich will nicht mal der Teufel wissen, was manche Produzenten da alles hineinwerfen. Damit meine ich nicht nur mieses Fleisch von Tieren aus der Massenzucht, sondern auch Geschmacksverstärker und sonstige Chemiekeulen. Umso wichtiger ist es heute, Lebensmittel wieder mehr schätzen zu lernen, Lebensmittel wieder begreifbar zu machen, im wahrsten Sinn des Wortes! Es kann doch nicht egal sein, was man isst! Und man muss dann auch gar nicht Gott sein, um zu wissen, was drinnen ist in den Würsten.

Wie das geht wollt ihr wissen? Das verrate ich euch im nächsten Beitrag hier an der Wurstakademie...

(Bild- und Illustrationsnachweis 3)

  • 1. Hier auf der Jean Paul-Wikipediaseite könnt ihr mehr über Jean Paul erfahren und weiterführende Links gibt es dort auch sehr viele.
  • 2. Dass Charlotte von Kalb kein leichtes Leben hatte, könnt ihr hier auf Wikipedia nachlesen.
  • 3. Bild- und Illustrationsnachweis
    + Bildnis von Jean Paul, 1810, Maler: Friedrich Meier (1785–1815), Öl aus Leinwand, 59,5cm x 50,7cm, Galerie: Alte Nationalgalerie Berlin, A II 865, frei von Urheberrechten
    + Illustration: Mario Pizzinini, Wurstakademie
Prof. Wurst