By Prof. Wurst on Nov 9, 2008 in Beilagen, Brot & Gebäck | 4 Comments
Die eigentliche Kren/Meerrettichsaison beginnt ja im Spätherbst, und man kann annehmen, dass es nur im Herbst frische Kren/Meerrettichwurzeln gibt, aber ungewaschener Kren/Meerrettich ist bei optimaler Lagerung ohne Probleme über 12 Monate ohne Qualitätsverluste zu lagern. Somit kann Kren/Meerrettich das ganze Jahr über frisch gekauft werden. Allerdings bekommt man leider nicht überall und immer frische Kren/Meerrettichwurzeln. Und für manche ist eine ganze Wurzel ja möglicherweise etwas zuviel des Guten. Aber es gibt für alle eine sehr gute Alternative: Frisch geriebenen Kren/Meerrettich im Glas. Diese Gläser findet man in fast jedem Supermarkt, aber aufgepasst: Die meisten suchen ihn bei Senf & Co und werden nicht fündig, dort gibt es nur die Krenpastengläser. Die Gläser mit frisch geriebenem Kren stehen immer im Kühlregal!
Ich habe hier ein Glas Kren/Meerrettich aus der Steiermark in Österreich, der Heimat von Guggi, gekauft. Aber es gibt sicher einige Firmen, die Kren im Glas anbieten. Keine Ahnung, was es da für Marken in Deutschland gibt. Wie es mit den Preisen in Deutschland aussieht, weiss ich auch leider nicht, aber er wird sicher nicht wesentlich mehr kosten wie hier in Österreich. Ich habe für dieses Glas € 1,49 gezahlt. Und wer bedenken hat, dass der Kren/Meerrettich im Glas nicht so scharf schmeckt und ins Hirn fährt, wie ein kurz vor dem Genuss geriebener Kren/Meerrettich, den kann ich hier beruhigen! Er gibt Gas!
Dieser frisch geriebene Kren/Meerrettich im Glas ist den normalerweise angebotenen Kren/Meerrettichpastengläsern auf jedem Fall vorzuziehen. Schon allein das Auge hat mehr davon! Wie schaut denn das aus, ein gutes Würstel mit einer Krenpaste daneben. Kren/Meerrettich mit der Konsistenz von Senf - passt einfach nicht! Kren/Meerrettich als Beilage für Würste muss genau so gerieben sein, wie man es hier auf den Fotos sieht.
Aber so schön es ist, dass es dieses Angebot gibt, muss ich hier schon sagen, dass es natürlich nur eine Alternative ist. Es geht nichts über eine echte, frische Kren/Meerrettichwurzel, die man selber reibt und einen zum Weinen bringt!
By Prof. Wurst on Okt 16, 2008 in Beilagen, Brot & Gebäck | 2 Comments
Heute am 16. Oktober ist, wie viele wissen, Welt-Brot-Tag. Dazu möchten auch wir einen Beitrag leisten.
Wurst und Brot gehört einfach zusammen. Gerade weil diese zwei Nahrungsmittel so unterschiedlich sind - die Wurst, ein Fleischprodukt, und das Brot, ein Produkt aus Getreide - ergänzen sie sich perfekt. Wie heißt es so schön: Gegensätze ziehen sich an. Unser Schweizer Burkart meinte in seinem Kommentar unter diesem Artikel, dass es zu einer guten Wurst keinen Senf brauche. Das mag in gewisser Weise stimmen. Aber eine Wurst ohne passendem Brot - keine Chance!
Unser Beitrag zum Welttag des Brotes sind die folgenden Fotos. Ob man nun zu seiner Wurst eine Semmel, ein Schwarzbrot oder ein Salzstangerl ißt, ist am heutigen Tag egal. Jedem das, was ihm am Besten schmeckt. Hauptsache frisch ist das Brot und Gebäck!

Auf der offiziellen Webseite zum Welttag des Brotes gibt es einen sehr schönen Text zum Thema “Brot” zu lesen, den ich euch nicht vorenthalten und hier zitieren will:
Überall in der Welt hat das Brot hohen Symbolgehalt: Es steht für Solidarität und die Fähigkeit zu teilen. Als universelles Produkt, das in jeder Zivilisation zu finden ist, hergestellt aus den verschiedensten Getreidearten, durch Weiter lesen…
By Prof. Wurst on Aug 31, 2008 in Beilagen, Brot & Gebäck, Geschichten | 0 Comments
Wie (fast) alle Österreicher/Bayern und Deutsche wissen, gibt es bei dieser scharfen Beilage sprachliche Unterschiede. Die meisten Berliner werden mit dem Wort “Kren” nichts anfangen können und der größte Teil der Salzburger nichts mit dem Wort “Meerrettich”.
Zu den sprachlichen Wurzeln der beiden Wörter gibt es folgendes zu sagen: Meerrettich hat nach Heinrich Marzell, deutscher Botaniker *1885 +1970, tatsächlich mit dem Meer zu tun hat. Meerrettich ist für ihn “der über das Meer gekommene Rettich”, was auch die Tatsache unterstützt, dass Meerrettich auch an Meeresküsten wächst. Laut etymologischen Duden ist die Meinung von Marzell eine spätere Umdeutung. Meerrettich ist, laut Duden, ganz einfach ein “größerer Rettich”. Der Wortteil “meer” ist eine Verwandlung von “mehr” in Sinne von “groß”, wie es im Althochdeutschen verwendet wurde. Und das Wort Kren, das in Österreich und Bayern verwendet wird, ist ganz einfach ein Lehnwort aus dem slawischen Sprachraum. Der Wortstamm kommt vom slawischen “krenas” - was soviel wie Weinen, Greinen, Flennen bedeutet.
Kren/Meerrettich ist nicht nur für Schweißperlen auf der Stirn und Atemnot verantwortlich, sondern auch für zwischenmenschliche Konflikte, wie folgende (wahre) Geschichte veranschaulicht:
Es war einmal ein Tiroler und eine Berlinerin, die sich kennen und lieben gelernt haben - Frau Berlin und Herr Tirol*. Kurz nach der Hochzeit, es war in der Osterzeit, besuchten beide die Eltern von Herrn Tirol. Zu Ostern ist es Brauch im Tiroler Land Geselchtes (=Geräuchertes) mit Kren zu essen. Frau Berlin fragte beim Essen, was denn das da in dem Glas sei - so gerieben schaut es fast aus wie Parmesan. Daraufhin Herr Tirol: “Das ist Kren.” Frau Berlin konnte als Deutsche nichts mit diesem Wort anfangen. Also machte Herr Tirol den Vorschlag, sie soll doch einmal daran riechen, dann weiß sie sicher was das für eine Köstlichkeit ist. Gesagt getan, nahm Frau Berlin das Glas, steckte die Nase ins Glas und roch daran. Dummerweise nicht nur ein bißchen, sondern recht kräftig. Weiter lesen…