By Prof. Wurst on Feb 1, 2010 in Der Wurstbaum von Prof. Wurst | 5 Comments
So, hier bin ich wieder!
Wahrscheinlich glaubt ihr, dass es meine Wurstbäume gar nicht mehr gibt, weil ich schon lange nicht mehr über diese berichtet habe. Am 13. Juli 2009 gab es das letzte Update bezüglich meiner Wurstbaum-Zucht. Aber es gab nicht so viel dazu zu sagen, denn wie ihr wisst, Bäume wachsen ja langsam - aber dafür kann sie so schnell nichts umbringen.
Meine 8 Wurstbäume haben die letzten Monate gut überstanden. Die Sommerhitze macht ihnen ja sowieso nichts aus - in Afrika ist es merklich wärmer, einen Hagel haben sie auch gut überstanden (allerdings mit sehr viel Glück!) und Laus-Angriffe wurden auch erfolgreich abgewehrt.
So wie es aussieht müssen diese Bäume einen eigenen Lausschutz besitzen. Als ich einige Tage im Spätsommer nicht nach ihnen sehen konnte, weil ich ja auf Wurstreise in Wien war und die Tage davor und danach etwas stressig waren, bliesen sofort Läuse zum Angriff! Und das Beste: auch noch 2 verschiedene Arten: die
gemeine Blattlaus und diese schneeweißen Wollläuse. Und ihr wisst, dass ich Schnee nicht ausstehen kann - in Lausform erst recht nicht! Auf jeden Fall traf mich der Schlag, als ich die Läuse entdeckte und dachte: “Das war’s nun mit der Zucht.”
Aber dann kam wieder der Forscher in mir zum Vorschein. Ich wollte wissen, wie die Bäume auf Läuse reagieren. Also behandelte ich die eine Hälfte der Bäume mit Weiter lesen…
By Prof. Wurst on Jul 13, 2009 in Der Wurstbaum von Prof. Wurst | 2 Comments
Anfang März erzählte ich euch, dass die Samen des Wurstbaums bei mir im Briefkasten lagen und dass ich in den darauffolgenden Tagen mit der “Wurstbaum-Zucht” beginnen wollte. Das habe ich damals auch getan.
Zuerst gab ich alle Samen in ein Wasserglas und stellte es auf einen Heizkörper, damit das Wasser lauwarm blieb. Das habe ich deshalb getan, damit die harten Samen etwas weicher werden und das Keimen leichter geht - den Tipp bekam ich mal vor ewig langer Zeit von einem Gärtner. Ich ließ die Samen 4 bis 5 Tage im Wasser.
In der Zwischenzeit besorgte ich mir ein kleines Treibhaus, um den Samen die idealen Bedingungen bzw. Temperaturen bieten zu können, um auszutreiben. Ich nahm die Torftöpfchen, Erde rein, Samen rein - insgesamt 18 Stück - und noch 1cm Erde darauf. Nach dem Angießen kam der Deckel drauf und dann begann das Warten. Ich passte auf, dass die Erde immer feucht war und schaute jeden Tag, ob sich was tut. Und dann war es eines Tages, ca. 4 Wochen nach dem Einsetzen wirklich soweit - ich sah die ersten grünen Spitzen! Die Wurstbäumchen kamen dann eins nach dem anderen heraus. Insgesamt 8 Stück, die restlichen 10 Samen hatten keine Lust zum Austreiben - auch ok.


Ende Juni war es dann soweit und ich befreite sie aus dem Treibhaus”gefängnis” und pflanzte sie in größere Töpfe. Nun stehen sie bei mir am Balkon und erfreuen sich des Sonnenlichts (wenn mal die Sonne zwischen Wolken hervorkommt - was im Moment nicht so oft der Fall ist!) und der UV-Strahlen. Weiter lesen…
By Prof. Wurst on Jun 22, 2009 in Der Wurstbaum von Prof. Wurst | 3 Comments
Über den Wurstbaum habe ich ja schon berichtet. Im Zuge dessen haben wir eine Darstellung eines akademischen Wurstbaums kreiert, die ein erstaunlich gutes Feedback bekam, was uns natürlich mehr als freute! Danke sehr, liebe Wurststudenten!
Aus diesem Grund haben wir beschlossen wieder mal unseren Download-Bereich etwas aufzufrischen und entwarfen ein neues Bildschirm-Hintergrundbild in verschiedenen Bildschirmauflösungen mit diesem akademischen Wurstbaum, das ab sofort dort von euch heruntergeladen werden kann. Wie das funktioniert ist dort gut beschrieben, somit auch für nicht so computerversierte Wurstakademiebesucher kein Problem.
Übrigens: Die echten Wurstbäume wachsen und gedeihen! Werde mal die nächste Zeit darüber berichten… Aber nun viel Spass mit dem neuen Bildschirm-Hintergrund!
By Prof. Wurst on Mrz 2, 2009 in Der Wurstbaum von Prof. Wurst | 2 Comments
Ich muss zugeben, dass mich der (Leber)wurstbaum oder auch Kigelia Africana nachhaltig beeindruckt und begeistert hat. Also kam ich auf die Idee diesen Baum für mich zu pflanzen und euch alle daran teilhaben zu lassen, indem ich von Zeit zu Zeit über meine Bäume berichte und das Wachsen und Leben hier an der Wurstakademie dokumentiere.
Gut, die Bäume sind nicht für unsere Breitengrade geschaffen, aber es sind hier (anscheinend) ideale Kübelpflanzen. Im Sommer stehen sie draußen und in den Wintermonaten muss man sie bei 10 bis 15 Grad überwintern. Oben schrieb ich deshalb “über meine Bäume“, weil ich mindestens 2 Bäume brauche, um auch mal Würste an ihnen hängen zu sehen. Sie müssen ja von anderen Bäumen bestäubt werden. In Afrika übernimmt das eine spezielle Fledermausart. Ich werde das dann mit einem Pinsel machen - sollte funktionieren, wie mir ein Pflanzenspezialist sagte.
Ohne Samen logischerweise keine Bäume. Also besorgte ich mir die Samen des Wurstbaumes. Vor kurzem trafen sie ein. Irgendwie schauen sie ein bißchen aus wie unförmige Kaffeebohnen. In den nächsten Tagen werde ich dann “unsere Wurstbaumzucht” beginnen und euch natürlich brühwarm darüber berichten. Anzuchtschälchen und eine düngerarme Erde habe ich schon besorgt…
Update (22. Juni 2009): Von unserem “akademischen Wurstbaum” gibt es nun auch einen Bildschirmhintergrund! Zum Artikel geht es hier, oder du schaust gleich direkt in den Downloadbereich der Wurstakademie…
By Prof. Wurst on Feb 23, 2009 in Der Wurstbaum von Prof. Wurst, Tiere & Pflanzen | 9 Comments
Im letzten Beitrag ging es hier ja um den “künstlichen” Wurstbaum. Wie ich dort schon erwähnte, gibt es aber auch einen natürlichen Wurstbaum. Finden kann man ihn in Afrika. Ursprünglich nur in Westafrika beheimatet findet man ihn nun in ganz Afrika und sogar in anderen warmen Ländern, in denen Samen des Baums in die Erde gesteckt wurden, wie z.Bsp. auf Hawaii.
Wissenschaftlich betrachtet gehört der (Leber)wurstbaum oder Sausage Tree - der lateinische Name lautet: kigelia africana - einer Pflanzenart aus der Familie der Trompetenbaumgewächse (Bignoniaceae) an. Dieser mittelgroße Baum wird bis zu 18 Meter hoch und zeigt seine dunkelroten Blüten zwischen Juni und August. Bestäubt werden die Blüten durch Fledermäuse in den Nachtstunden. Das Beste sind die Früchte des Baums, die dem Baum auch den Namen geben: Würste! Aber leider nur aus Fruchtfleisch. Diese werden bis zu 1 Meter lang, haben einen Durchmesser von 20cm und können bis zu 10Kg schwer werden. Die Würste erinnern mich irgendwie an eine italienische Mortadella di Bologna.
Was ihr nie tun solltet, ist, unter einem Wurstbaum zu schlafen - das kann schief gehen! Es gibt da nämlich eine afrikanische Weisheit, die besagt, dass ihr dort…
- entweder von einer herunterfallenden Frucht erschlagen werdet,
- oder von Elefanten, die diese Früchte zum Fressen gern haben, zertrampelt werdet.
Also besser ein anderes Plätzchen aussuchen! Nun wundert es, dass David Livingstone vor vielen Jahren die Übernachtung unter einem solchen Baum in der Nähe der Viktoriafälle überlebt hat. Glück gehabt, Mr. Livingstone!
Der Baum ist auch sehr nützlich - man braucht ihn für Alkoholräusche, zum Heilen, für die Schönheit und für Boote Weiter lesen…