By Prof. Wurst on Okt 31, 2008 in Kunstunterricht mit der Wurst | 0 Comments
Das Wichtigste auf einen Blick:
Entstanden im 19. Jhd.
Strömung der Literatur und bildenden Künste
Reaktion auf die idealisierende und emotional gefärbte Darstellungsweise der Romantik
Ungeschönte, detailgetreue Wiedergabe der Wirklichkeit
Darstellung typischer Szenen aus dem familiären, bäuerlichen und industriellen Alltags- und Arbeitsleben
Nach der ägyptischen Kunst, der Gotik, und dem Barock kommen wir in der 4. Vorlesung nun zum Realismus. Der Begriff “Realismus” kommt vom Lateinischen “realis” und bedeutet soviel wie “die Sache betreffend“. Diese Kunstauffassung setzte sich in Europa, von Frankreich ausgehend, im 19. Jahrhundert insbesondere in der Malerei durch. Den Malern war die historisierende und idealisierende Darstellung in der Romantik ein Dorn im Auge und sie wollten das Alltägliche, das Fassbare darstellen.
Die Künstler fanden ihre “Objekte” in den neuen Errungenschaften der damaligen Zeit. Zum Beispiel malte Adolph Menzel das Gemälde “Das Eisenwalzwerk”, das in einer schlesischen Eisenhütte entstand. Es kann sich anhand des Bildes jeder vorstellen, dass das Leben damals nicht einfach war - aber wenigstens hatten sie genügend Würstl, wie man im rechten unteren Eck erkennen kann…
Wichtige Vertreter des Realismus im 19. Jahrhundert waren Weiter lesen…
By Prof. Wurst on Okt 24, 2008 in Kunstunterricht mit der Wurst | 0 Comments
Das Wichtigste auf einen Blick:
Entstehung im 16 Jhd. in Italien
Stilepoche der abendländischen Kunst
Repräsentation der abendländischen Kunst
Üppige, pompöse und verschnörkelte Bauwerke
Hell-Dunkel-Effekte
Naturalistische, dramatische Darstellungsweise in der Malerei
Die ägyptische Kunst und die Gotik wurden in den letzten zwei Wochen behandelt - nun geht es weiter mit dem Barock.
Der Name “Barock” kommt vom Portugiesischen “barocco” als Bezeichnung für Perlen, die “unregelmäßig, schiefrund” waren. Im Französischen steht “baroque” metaphorisch für “exzentrisch, bizarr”.
Als Kunstform des Absolutismus und der Gegenreformation ist der Barock durch üppige Prachtenfaltung gekennzeichnet. Italien war Vorreiter in Sachen Barock und von dort verbreitete er sich zuerst in den katholischen Ländern Europas und kam dann in abgewandelter Form auch in protestantische Länder.
Die katholische Kirche beeinflusste die Barockkunst nachhaltig. Als Verfechter der Gegenreformation nutzte der Jesuitenorden beispielsweise die bildliche Sprache des Barock zur Verherrlichung der katholischen Glaubenslehre.
Schließlich musste man ja damals nach der Reformation möglichst viele Schäfchen wieder “zurückholen”. Prunkvoll gestaltete Kirchen wurden zum Gesamtkunstwerk und verkörperten einerseits die Diesseitsorientierung und Lebensfreude und gleichzeitig die Jenseitsorientierung und die Vorfreude auf das Paradies.
Den barocken Stil gab es aber nicht nur in der Architektur, bei Kirchen und Palästen, sondern natürlich auch in der Literatur, in der Musik und der bildenden Kunst. Die barocke Skulpur (um 1610) auf dem Foto oben rechts stellt eine Furie dar, wie sie gerade in einem Anfall mit einer St. Johanner mit Senf und Kren/Meerrettich wirft. Zu sehen ist sie im Kunsthistorischen Museum in Wien.
Der Barock war auch die Zeit der Würste. Nach dem 30jährigen Krieg, der ja von 1618 bis 1648 stattfand, feierten die Überlebenden Weiter lesen…
By Prof. Wurst on Okt 17, 2008 in Kunstunterricht mit der Wurst | 0 Comments
Das Wichtigste auf einen Blick:
Entstehung im 12 Jhd., genauer gesagt 1140 in der Gegend um Paris
Stilepoche der abendländischen Kunst
Kathedralen mit Kreuzrippengewölben, Spitzbögen und Rosettenfenstern
Kunsthandwerk, Fresken, Glas-, Buch- und Tafelmalerei mit christlicher Symbolik und Allegorie
Nachdem wir uns letzte Woche mit der ägyptischen Kunst beschäftigt haben, machen wir einen Sprung über viele Jahrhunderte und landen in der Epoche der Gotik.
Die Gotik ist ja eine Strömung der europäischen Architektur und Kunst des Mittelalters. Entstanden ist sie um 1140 in der Gegend um Paris und war nördlich der Alpen bis ungefähr 1500 der vorherrschende Stil. Er löste die Romanik ab und es folgte die Renaissance. Im Gegensatz zur Plastik und Malerei dieser Zeit ist die Architektur genau abzugrenzen.
Die Gotik verbildlichte sozusagen die christliche Ideenwelt und bediente sich dabei in großem Umfang deren Symbolik und Allegorie. Es sollte einfach alles Richtung Himmel ragen. Die Bezeichnung “Gotik” ist ja eigentlich gar nicht so positiv gemeint. Er wurde in der Renaissance vom italienischen Kunsttheoretiker Giorgio Vasari geprägt, der mit diesem Begriff seine Geringschätzung gegenüber der mittelalterlichen Kunst, im Gegensatz zum “goldenen Zeitalter” der Antike, ausdrücken wollte. “Gotik” kommt vom italienischen Wort “gotico”, das fremdartig und barbarisch heißt - ursprünglich war es ein Schimpfwort.
Jedem der noch mehr über die Gotik lesen will empfehle ich Weiter lesen…
By Prof. Wurst on Okt 11, 2008 in Kunstunterricht mit der Wurst | 0 Comments
Das Wichtigste auf einen Blick:
Ca. 3000 v.Chr. bis 4.Jh. n.Chr.
Diente vorwiegend dem Totenkult und der Religion
Tempel, Pyramiden für kultisch-religiöse Zwecke
Felsenbilder, keramische Malerei mit Motiven der Götterwelt und des Totengerichts
Skulpturen als Grabbeigaben, die den Toten repräsentieren und ihm im ewigen Leben nützlich sein sollten
Unsere erste Vorlesungsstunde behandelt die ägyptische Kunst, die uns vor allem in Werken der Malerei, der Reliefkunst, der Plastik und natürlich auch der Architektur vorliegt. Diese ist sowohl räumlich, zeitlich als auch stilistisch sehr genau eingegrenzt. Warum das? Durch die geografische Geschlossenheit des Verbreitungsgebietes im Niltal und im Nildelta wurde kein äußerer Einfluss aufgenommen, ebenso nahm keine andere Kultur den ägyptischen Stil in die ihre auf.
Nach dem 4. Jahrhundert nach Christus ist die ägyptische Kunst und Kultur über viele Jahrhunderte in Europa nur mehr über Stellen in der Bibel wahrgenommen worden und wurde erst in der frühen Neuzeit wieder entdeckt.
Die bedeutendste Sammlung befindet sich natürlich in Kairo. Aber man muss nicht so weit reisen, um Prunkstücke der ägyptischen Kunst bestaunen zu können: Schöne Sammlungen findet ihr in London, Paris, Berlin, New York, Turin und Wien.
Die Abbildung oben zeigt ägyptische Wurstkunst mit dem mächtigsten Symbol der ägyptischen Kultur - das Auge des Re, des Sonnengottes. Re war der wohl Wichtigste unter den Göttern Ägyptens, denn durch seine (Sonnen)Kraft ermöglichte er überhaupt erst das Leben und dessen Fortbestand. Re heißt im Ägyptischen ganz einfach “Wurst”! Neinnein, natürlich heißt Re “Sonne”. Und wie man in der Abbildung rechts sehen kann, liebte Re auch Würste.
So, das war nun die erste Vorlesung der Veranstaltung “Wurst und Kunst”. Als Aufgabe fürs nächste Mal Weiter lesen…
By Prof. Wurst on Okt 10, 2008 in Kunstunterricht mit der Wurst | 1 Comment
An welche Zeit erinnern euch diese folgenden zwei Sätze?
Kultur, Architektur und Literatur interpretieren die jeweilige Gesellschaft, ihre Werte und ihre Tabus. Jedes Zeitalter verfügt somit über einen eigenen charakteristischen Ausdruck.
Die meisten werden wohl an die Schulzeit erinnert, die mehr oder weniger viele Jahre her ist. Und vor allem können sich viele von euch nur mehr in Bruchstücken an den Kunstunterricht und an Kunstgeschichte erinnern. Stimmt’s?
Um diesen Umstand zu ändern und dieses Wissen aufzufrischen, startet morgen eine 18-teilige Vorlesung hier an der Wurstakademie mit dem Thema “Kunst und Wurst: Die Kunstunterricht-Serie”. Pünktlich zum Start ins Wochenende wird es jeden Freitag eine neue Folge geben.
Anhand von “Wurst-Schaubildern” werden die grundlegenden Stilelemente der verschiedenen Stilepochen kurz zusammengefasst und somit wiederholt. Für die Experimentierfreudigen unter euch können die Schaubilder gewissermaßen als Wurst-Schnittmuster-Vorlagen dazu verwendet werden, um beim Einschneiden von Würsten die gewohnten Schnitttechniken schnell und nachhaltig zu durchbrechen.
Neugierig geworden? Dann sei dabei bei der wöchentlichen Vorlesung!
Bisher schon behandelte Themen bzw. Kunst- & Kulturepochen:
- Vorschau: Vorlesung 15: Wurst und Konzeptkunst