By Prof. Wurst on Mai 25, 2009 in Schwein gehabt | 8 Comments

“Schwein gehabt” Nr.3
Schweine und Wurst gehören zusammen und ein bißchen Glück im Leben schadet nicht…
Übrigens: Die Ohren, Füßchen und der Rüssel dieses wunderschön bodygepainteten Glücksschweins leuchten im Dunkeln… Es bringt somit auch in der Nacht Glück,
zumindest sollte es das…
Update (22. Juni. 2009): Und damit ihr seht, wie das Schweinchen in der Nacht leuchtet,
habe ich es im Dunkeln für euch fotografiert: Weiter lesen…
By Prof. Wurst on Mrz 2, 2009 in Der Wurstbaum von Prof. Wurst | 2 Comments
Ich muss zugeben, dass mich der (Leber)wurstbaum oder auch Kigelia Africana nachhaltig beeindruckt und begeistert hat. Also kam ich auf die Idee diesen Baum für mich zu pflanzen und euch alle daran teilhaben zu lassen, indem ich von Zeit zu Zeit über meine Bäume berichte und das Wachsen und Leben hier an der Wurstakademie dokumentiere.
Gut, die Bäume sind nicht für unsere Breitengrade geschaffen, aber es sind hier (anscheinend) ideale Kübelpflanzen. Im Sommer stehen sie draußen und in den Wintermonaten muss man sie bei 10 bis 15 Grad überwintern. Oben schrieb ich deshalb “über meine Bäume“, weil ich mindestens 2 Bäume brauche, um auch mal Würste an ihnen hängen zu sehen. Sie müssen ja von anderen Bäumen bestäubt werden. In Afrika übernimmt das eine spezielle Fledermausart. Ich werde das dann mit einem Pinsel machen - sollte funktionieren, wie mir ein Pflanzenspezialist sagte.
Ohne Samen logischerweise keine Bäume. Also besorgte ich mir die Samen des Wurstbaumes. Vor kurzem trafen sie ein. Irgendwie schauen sie ein bißchen aus wie unförmige Kaffeebohnen. In den nächsten Tagen werde ich dann “unsere Wurstbaumzucht” beginnen und euch natürlich brühwarm darüber berichten. Anzuchtschälchen und eine düngerarme Erde habe ich schon besorgt…
Update (22. Juni 2009): Von unserem “akademischen Wurstbaum” gibt es nun auch einen Bildschirmhintergrund! Zum Artikel geht es hier, oder du schaust gleich direkt in den Downloadbereich der Wurstakademie…
By Prof. Wurst on Feb 23, 2009 in Der Wurstbaum von Prof. Wurst, Tiere & Pflanzen | 9 Comments
Im letzten Beitrag ging es hier ja um den “künstlichen” Wurstbaum. Wie ich dort schon erwähnte, gibt es aber auch einen natürlichen Wurstbaum. Finden kann man ihn in Afrika. Ursprünglich nur in Westafrika beheimatet findet man ihn nun in ganz Afrika und sogar in anderen warmen Ländern, in denen Samen des Baums in die Erde gesteckt wurden, wie z.Bsp. auf Hawaii.
Wissenschaftlich betrachtet gehört der (Leber)wurstbaum oder Sausage Tree - der lateinische Name lautet: kigelia africana - einer Pflanzenart aus der Familie der Trompetenbaumgewächse (Bignoniaceae) an. Dieser mittelgroße Baum wird bis zu 18 Meter hoch und zeigt seine dunkelroten Blüten zwischen Juni und August. Bestäubt werden die Blüten durch Fledermäuse in den Nachtstunden. Das Beste sind die Früchte des Baums, die dem Baum auch den Namen geben: Würste! Aber leider nur aus Fruchtfleisch. Diese werden bis zu 1 Meter lang, haben einen Durchmesser von 20cm und können bis zu 10Kg schwer werden. Die Würste erinnern mich irgendwie an eine italienische Mortadella di Bologna.
Was ihr nie tun solltet, ist, unter einem Wurstbaum zu schlafen - das kann schief gehen! Es gibt da nämlich eine afrikanische Weisheit, die besagt, dass ihr dort…
- entweder von einer herunterfallenden Frucht erschlagen werdet,
- oder von Elefanten, die diese Früchte zum Fressen gern haben, zertrampelt werdet.
Also besser ein anderes Plätzchen aussuchen! Nun wundert es, dass David Livingstone vor vielen Jahren die Übernachtung unter einem solchen Baum in der Nähe der Viktoriafälle überlebt hat. Glück gehabt, Mr. Livingstone!
Der Baum ist auch sehr nützlich - man braucht ihn für Alkoholräusche, zum Heilen, für die Schönheit und für Boote Weiter lesen…
By Prof. Wurst on Feb 16, 2009 in Schwein gehabt | 2 Comments

“Schwein gehabt” Nr.2
Schweine und Wurst gehören zusammen und ein bißchen Glück im Leben schadet nicht…
By Prof. Wurst on Feb 1, 2009 in Schwein gehabt | 3 Comments

Mit dem heutigen Tag beginnt eine neue (Foto)Serie: “Schwein gehabt!” Es gibt nämlich so viele kleine und große Glücksschweine, die man sammeln kann - da wär es doch schade, wenn diese keine Plattform hätten, auf der sie sich von der besten Seite präsentieren könnten. Schweine und Wurst gehören einfach zusammen. Und genau deshalb will ich ihnen hier an der Wurstakademie diese Plattform bieten, und von Zeit zu Zeit ein Foto reinstellen. Viel Spass!
By Prof. Wurst on Jan 30, 2009 in Kunstunterricht mit der Wurst | 12 Comments
Das Wichtigste auf einen Blick:
Voneinander unabhängige Entstehung in England und den USA Mitte der 1950er Jahre
Einbezug trivialer Bildmotive der Konsumgesellschaft in der Kunst
Verfremdung und Imitation von Alltagsgegenständen durch Isolierung, Vergrösserung, Reihung
Fotomontagen, Happenings
z.B. Richard Hamilton, Andy Warhol, Roy Lichtenstein, Tom Wesselmann
Ich möchte mich zuerst einmal bei allen Studenten entschuldigen, die letzte Woche vergebens im Hörsaal auf mich warteten. Ich habe die Vorlesung letzten Freitag wirklich total vergessen. Tja, ich bin halt auch nicht mehr der Jüngste…
Wie auch immer, heute geht es weiter und zwar mit dem Thema “Wurst und Pop-Art”. Dazu muss ich gleich einmal sagen: Ich liebe Popart, weil sie, wie der britische Künstler und Gründer von der Stilrichtung “Pop-Art” Richard Hamilton einmal definierte, folgendermassen ist:
“…beliebt, kurzlebig, ausdehnbar, billig, in Massen produzierbar, jugendlich, gewitzt, sexy, glamourös und einträglich”
Pop-Art kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie “volkstümliche Kunst“. Ganz
banale Objekte des Massenkonsums und auch Portraits wurden durch Vergrößerung, Isolierung und/oder Reihung verfremdet und auch parodiert. Zwei verschiedene Grundhaltungen gibt es innerhalb von Pop-Art:
- Der wiedererlangte Wohlstand nach dem 2. Weltkrieg und die daraus resultierende Konsumgesellschaft zum einen, und die
- spätere eher kritisierende Haltung dazu, die auf den Vietnam-Krieg, die JFK-Ermordung, usw. zurückzuführen ist, zum anderen.
Entwickelt hat sich Pop-Art voneinander unabhängig in Weiter lesen…
By Prof. Wurst on Jan 16, 2009 in Kunstunterricht mit der Wurst | 2 Comments
Das Wichtigste auf einen Blick:
Entstehung Mitte des 20.Jahrhunderts
Kunstobjekte wurden durch künstlerische Aktionen ersetzt
Handlung und Verlauf der Aktionen nach präzise festgelegtem Konzept
Happenings, rituelle Aktionen
z.B.: Joseph Beuys, Roman Signer, John Cage
Ich hoffe, ihr habt die vorlesungsfreie Zeit dazu nützen können, die bisherigen Themen zu wiederholen und zu lernen! Unsere letzte Vorlesung war ja am 19. Dezember und es ging damals um “Wurst und konkrete Kunst“. Wahnsinn, wie die Zeit vergeht, fast ein Monat her.
Wie auch immer, heute geht es um Wurst und Aktionskunst. Kurz definiert ist die Aktionskunst nichts anderes als das Ersetzen eines Kunstobjektes durch eine künstlerische Aktion. Es geht hier um Körpereinsatz und zeitliche Einmaligkeit. Der öffentliche Raum ist oft sehr wichtig für die Aktionskünstler, um Aufmerksamkeit zu erlangen und bewusst eine Reaktion zu provozieren, manchmal auch ein Eingreifen der Polizei.
Ein wichtiger gegenwärtiger Vertreter der Aktionskunst ist Christoph Schlingensief, einige werden schon von ihm gehört haben. Beispielsweise seine Aktion “Bitte liebt Österreich” im Jahr 2000 war genial und hat aufgerüttelt. Weiter lesen…
By Prof. Wurst on Dez 19, 2008 in Kunstunterricht mit der Wurst | 2 Comments
Das Wichtigste auf einen Blick:
Entstehung Anfang der 1930er Jahre
Mathematisch-geometrische Grundlagen
Materialisierung von Gestrigem
Keine symbolische Bedeutung
Malerei, Bildhauerei, Fotografie
z.B.: Max Bill, Fritz Glarner, Theo van Doesburg
In unserer letzten Vorlesung vor den Weihnachtsferien geht es um die Konkrete Kunst.
Theo van Doesburg hat den Begriff “Konkrete Kunst” 1924 eingeführt und sechs Jahre später in einem Manifest festgelegt, dass dies eine Richtung der Kunst ist, die im Idealfall auf mathematisch-geometrischen Grundlagen beruht.
Die Kunst ist nicht abstrakt im eigentlichen Sinn, da sie ja nichts in der Realität Vorhandenes nimmt und diesen Gegenstand dann abstrahiert. Das Gegenteil ist hier der Fall: Geistiges wird materialisiert und es gibt auch keine symbolische Bedeutung. Die Kunstwerke werden mehr oder weniger rein durch geometrische Konstruktionen erzeugt.
Manche werden sagen: “Das schaut aber sehr nach Konstruktivismus aus.” Da muss ich aber sagen, dass es sehr wohl etwas anderes ist. Die konkrete Kunst grenzt sich nämlich vom Konstruktivismus vor allem durch ihr wissenschaftliches Denken bzw. durch die Erforschung von geometrischen Gesetzmäßigkeiten und der Erforschung der Farbe ab.
Übrigens: Im Bild rechts sieht man mich im Ciné-Bal-Saal des Weiter lesen…
By Prof. Wurst on Dez 12, 2008 in Kunstunterricht mit der Wurst | 3 Comments
Das Wichtigste auf einen Blick:
Entstehung 1919 in Weimar durch eine von Walter Gropius gegründete Kunsthochschule
Zusammenführung der Künste und des handwerklich-technischen Könnens
“Form follows function”
Industrielle Formgebung
Architektur, Design, Fotografie
z.B.: László Moholy-Nagy, Lyonel Feininger, Marcel Breuer, Ludwig Mies van der Rohe
Die heutige Vorlesung wird ausnahmsweise einmal etwas kürzer ausfallen, da über die
Stilrichtung “Bauhaus” in einer der früheren Vorlesungen schon einmal berichtet wurde. Deshalb meine Bitte, ganz einfach noch einmal das Skriptum der Vorlesung 6 “Wurst und der Konstruktivismus” durchlesen.
Der Bauhausstil ist schon beeindruckend. Sei es nun die Architektur - das in Barcelona stehende und zu besichtigende Haus von Mies van der Rohe sei jedem empfohlen - oder die Möbel-Designs. Rechts sieht man die zeitlosen Satztische von Marcel Breuer die er 1927 entworfen hat. Der perfekte “Unterbau” zum Würstlessen!
Wer mehr zum Thema “Bauhaus” lesen will, tut dies am Besten auf der Seite des Bauhaus-Archivs oder auf Wikipedia.
In der Vorlesung nächsten Freitag geht es um konkrete Kunst. Bis dahin viel Spass mit anderen Artikeln an der Wurstakademie! Bis nächste Woche!
Die Übersicht zu den schon behandelten Epochen/Themen gibt es auf der Einführungsseite der Vorlesung.
By Prof. Wurst on Dez 5, 2008 in Kunstunterricht mit der Wurst | 8 Comments
Das Wichtigste auf einen Blick:
Entstehung 1916 in Zürich durch die Eröffnung des “Cabaret Voltaire”
Kulturkritische und künstlerische Bewegung
Protest gegen die bürgerlich-konventionelle Kunst und Kultur
Hinwendung zum scheinbar Sinnlosen
Provokation, Satire, Collagen, Nonsens-Gedichte
z.B.: Hans Arp, Kurt Schwitters, Hannah Höch
Der Begriff “Dadaismus” steht für totalen Zweifel an allem, absoluten Individualismus und die Zerstörung von gefestigten Idealen und Normen. Die Dadaisten waren strikt der Meinung,
dass “Dadaismus” nicht definierbar sei. Innerhalb der Dada-Bewegung wurde der Begriff “Dadaismus” bewußt nicht verwendet, da sie nicht wollten, dass ihre Bewegung eine Strömung wie die anderen “Ismen” werden sollte - sie sollte keine Ideologie werden.
Der Name kommt vom Gründer Hugo Ball, der mit einem Messer in ein Deutsch-Französisches Wörterbuch stach und das Wort “dada” traf, das “Steckenpferd” heißt. Die außergewöhnliche Art und Weise der Namensfindung ist für diese Kunst- und Literatur-Bewegung sehr bezeichnend. Der Dadaismus wollte die vollkommene Antikunst und unklassifizierbar sein.
In der Literatur konzentrierte man sich auf Satiren und Nonsens-Gedichte. Wie so ein Gedicht entsteht, beschrieb Tristan Tzara in seinem 1929 erschienen Manifest sehr anschaulich:
Nehmt eine Zeitung. Nehmt Scheren. Wählt in dieser Zeitung einen Artikel von der Länge aus, die Ihr Eurem Gedicht zu geben beabsichtigt. Schneidet dann sorgfältig jedes Wort dieses Artikels aus und gebt sie in Weiter lesen…