By Prof. Wurst et al. on Nov 18, 2009 in Wurst-Lokalitäten in Deutschland | 4 Comments
Schlendert man durch die Steglitzer Schlossstraße in Berlin, so fällt auf, dass die großen Shoppingcenter sowie weltbekannte Coffee- und Fastfoodketten im Franchise-System das aktuelle Bild und die Stimmung beherrschen. Nur noch wenige kleine und mittelständische Berliner Traditionsbetriebe haben es bis heute geschafft, ihre Position und Berechtigung an diesem Standort zu verteidigen. Eines dieser Unternehmen ist „Zur Bratpfanne“, wie kann es anders sein - ein Wurststand. Am vergangenen Montag (16. November) wurde der 60er ganz schön groß gefeiert! Am Hauptstandort Schlossstrasse Ecke Kielerstraße in Berlin Steglitz gab es für Kunden ein ganz besonderes Zuckerl Würstchen: von 10 bis 1 Uhr gab es Pommes und Currywurst zu je 60 Cent, also einem Cent pro Jubiläumsjahr. Ihr könnt euch vorstellen, dass dort
Hochbetrieb herrschte - aber der herrscht dort ja ehrlich gesagt täglich. „Wir bedanken uns damit insbesondere bei den langjährigen Kunden“, so Inhaber Matthias Mosgraber.
Und ein Geschenk machte sich Mosgraber selbst: Einen brandneuen, schönen Internetauftritt.
Das Familienunternehmen wurde am 16. November 1949 von Günter Mosgraber gegründet. Schnell entwickelte sich der Verkauf von Würsten im Bauchladen zum Erfolgsmodell. Aus dem Bauchladen wurde ein Tapeziertisch, aus dem Tapeziertisch ein Holzstand, aus dem Stand ein Imbisscontainer und in Kürze entsteht ein ansehnlicher Pavillon mit Ruhezonen für Kunden und Passanten.
Politiker, Schauspieler, Sportler und Künstler gehören ebenso zu den Kunden wie die Berliner von nebenan – alle sind gleich gern gesehen. Als 1990 Matthias Mosgraber in die Fußstapfen seines Vaters trat und das Familienunternehmen übernahm, war die Bratpfanne längst kein gewöhnlicher Imbiss mehr. Sie hatte über die Grenzen der Hauptstadt hinweg durch ihre einzigartige Qualität Kultstatus erlangt. Ob Currywurst mit oder ohne Darm, mit Pommes oder Brötchen – für jeden Appetit ist etwas im Angebot der Bratpfanne dabei. Der Inhaber ist stolz darauf, wie sich das Team die Beliebtheit bei den Kunden erarbeitet hat: „In regelmäßigen Abständen nehmen wir an Fortbildungsmaßnahmen teil, um sowohl handwerklich als auch technisch immer auf dem bestmöglichen Stand zu sein. Wir wollen nicht, das unsere Kunden zufrieden sind – wir wollen, dass sie Weiter lesen…
By Prof. Wurst on Feb 13, 2009 in Wurst-Lokalitäten International | 4 Comments
Wer an Brasilien denkt, denkt nicht wirklich an Wurst, sondern wohl eher an Sommer oder Fussball. Aber es gibt sie auch dort - die Wurst! Vor Kurzem bekam ich elektronische Post aus Brasilien mit ein paar Fotos von Wurstständen aus Porto Alegre, einer Millionenstadt im Süden Brasilien.
Maria Tomaselli, eine nach Brasilien ausgewanderte Tirolerin, ist dort Künstlerin und hat die Fotos exklusiv für die Wurstakademie gemacht. Herzlichen Dank dafür! Sie berichtete, dass es zwar keine echte Wurstkultur in Brasilien gibt, aber es gibt einige Einwanderer aus dem deutschen Sprachraum, die dort dafür sorgen, dass es dort vereinzelt gutes Brot und auch gute Würstl gibt, wie z.B. die Lingüiça, über die ich hier auch mal etwas schreiben will.
Die Wurststände dort sind mit denen bei uns nicht wirklich zu vergleichen. Sie schauen richtig niedlich aus. Ein Minibus wurde ganz einfach zu einem Miniwurststand umgebaut. Irgendwie habe ich ein bißchen schmunzeln müssen, als ich die Bilder sah. Aber es ist alles da. Regenschutz, Mülleimer und sogar 2 Sitzgelegenheiten(!). Die Preisliste ist als Folie ganz einfach quer über die Seitentür geklebt. Toll finde ich den - zwangsweise - direkten Kontakt mit den Kunden. Der Verkäufer steht nicht wie bei uns im Würstelstand und vor ihm die hungrigen Kunden. Nein, hier
sind Verkäufer und Kunde auf einer Stufe und können sich direkt ins Gesicht sehen. Das nenne ich direkten Kundenkontakt - näher geht es nicht.
Würstl wie bei uns gibt es zwar dort nicht, wie z.B. eine Käsekrainer mit Senf und Brot, aber es gibt “Super heiße Hunde”. So heißen dort die Hot-Dogs. Und die gibt es mit “gepresster Wurst” (=Super Dog Prensado) und mit “geräucherter Wurst” (=Super Dog Linguica). Dann gibt es dort auch Cheeseburger (=X) mit Fleisch, Huhn und mit Calabrese Wurst! Getränke gibt es auch reichlich, aber das Beste ist, dass es dort sogar einen Espresso, einen “kleinen Café” (=Cafezinho), gibt. Das würde man sich auch an unseren Würstlständen manchmal wünschen. Es ist schon erstaunlich, was so ein Mini-Würstlstand so alles anbietet.
Bevor ich es ganz vergesse: Ich bin euch ja noch die Antwort auf die Frage in der Überschrift schuldig: Weiter lesen…
By Prof. Wurst on Jan 9, 2009 in Wurst-Lokalitäten International, Wurstkultur International | 4 Comments
“Ni hau!“ So fängt das E-Mail an, dass mir JudgeReini, ein guter Freund, heute
aus China gemailt hat. Er flog am Mittwoch ins Reich der Mitte um beim 7ten Red Bull Nanshan Open als Judge dabei zu sein. Er arbeitet u.a. bei der Innsbrucker Firma Mellow Constructions, die sich auf Snowpark-Bau spezialisiert hat und nicht nur hier in den Alpen sondern auch in China Snowparks baut. So auch diesen in Nanshan.
Und dort sah er etwas, dass ihn an mich denken ließ.
Ein paar Tage vor seinem Abflug haben wir noch beim Squashen darüber gesprochen und uns gefragt, ob es dort in China wohl Würste
gibt… Tja, und nun ist er hier, der Beweis, dass es auch in China eine Wurstkultur gibt. Vielleicht ist es etwas übertrieben von einer Wurstkultur zu sprechen - ich werde in dieser Richtung einmal etwas nachforschen - aber zumindest kann man dort im Skigebiet an einem chinesischen Würstelstand - anscheinend gute - Würste genießen!
Die Bauweise dieses Wurststandes bringt vielleicht manche zum Schmunzeln. Aber denkt nicht, dass das dilettantisch ist oder gar Anfänger am Werk sein müssen, die ganz einfach nur einen Tisch aufbauen und die benötigten Geräte daraufstellen. Nein, ganz im Gegenteil! Dieses Würstelstand erinnert mich an die Salzburger Wurstkultur mit ihren Wurstständen auf dem Universitätsplatz. Auch dort stehen “nur” Tische mit den Geräten drauf und einen Regen- bzw. Sonnenschutz darüber. Schaut minimalistisch aus, ist es auch, aber es gibt wenige Städte, die die Wurstkultur so zelebrieren wie die Salzburger. Es kommt nämlich immer auf die Wurst an, nicht auf das drumherum! Das weiß ich aus eigener Erfahrung! Was nützt denn der schönste Wurststand, wenn die Würste von minderer Qualität sind? Nichts!
Ich wär ja sehr gespannt auf eine echte chinesische Wurst! Hat jemand von euch denn schon Erfahrungen mit chinesischer Wurst gemacht? Ich bin gespannt!
JudgeReini, noch viel Spass in China und Thailand! Genieß die Zeit und die Sonne!!!
By Prof. Wurst on Sep 2, 2008 in Wurst-Lokalitäten in Deutschland | 0 Comments
Adresse: Maximilianstr. 10, 80539 München, Deutschland
Telefon | E-Mail | Web: +49.89.89059696 | E-Mail | Web
Öffnungszeiten: Mo-Mi: 11-3 Uhr | Do-Sa: 11-6 Uhr | So: Ruhetag
Plätze: Platz für 25 Gäste, 10 davon stehend (50 m2)
Wurstauswahl | Preisbereich: 2, bald 3 | jeweils € 3,80
Randnotizen: “nur” gegrillte Wurst!
Wer München ein bißchen kennt, weiß mit dem Strassennamen “Maximilianstrasse” etwas anzufangen. Die Maximilianstrasse steht für Luxus, der hier bei Juwelieren und in Boutiquen zu kaufen oder nur zu bestaunen ist. Sicherlich nicht unbedingt der Ort, an dem man einen Schnellimbiss erwartet, aber es gibt hier einen kleinen, feinen Schnellimbiss oder besser gesagt einen Edelschnellimbiss mit dem Namen COSMOGRILL.
Seit August 2006 kann man dort ein von dem Frankfurter Architekturbüro Franken Architekten kreiertes und schon mehrfach ausgezeichnetes (z.B. red dot design award) Lokal bestaunen. Das “Space Odyssey“-angelehnte Design des Lokals in Kombination mit einem von Swarovski entwickelten “Cosmo Lusters” mit über 4000 Strass Swarovski Kristallen über dem Eingangsbereich fasziniert und da stellte sich mir die Frage “Wie werde ich hier wohl kulinarisch verwöhnt? Oder ist es wie so oft: Außen hui, innen pfui?”.
Im Business-Netzwerk Xing hörte ich, dass es dort die beste Currywurst im süddeutschen Raum geben soll. Auch die Käsekrainer soll hier nicht von schlechten Eltern sein. Also machte ich mich auf nach München und bestellte dort fürs Erste mal eine Käsekrainer (die genauso, wie der Swarovski-Luster aus Österreich kommt). Nach kurzem Warten bekam ich eine gegrillte Käsekrainer mit Senf und Kren und 2 Scheiben getoastetem Brot. Fürs Auge wunderschön und für den Gaumen ebenfalls. Ich muss zugeben, dass ich schon mehr auf gesottene Würstl stehe (warum erzähle ich ein anderes Mal), aber diese gegrillte Käsekrainer war perfekt. Wirklich empfehlenswert! Der Gaumen wird hier genauso verwöhnt, wie das Auge.
Ich kam dann auch noch mit Christoph Kiening, der mit seinem Partner Georg Ippen den Cosmogrill führt, ins Gespräch: Weiter lesen…