Der echte Wurstbaum: Kigelia Africana - mein Lieblingsbaum!
Von Prof. Wurst am Feb 23, 2009 in Der Wurstbaum von Prof. Wurst, Tiere & Pflanzen
Im letzten Beitrag ging es hier ja um den “künstlichen” Wurstbaum. Wie ich dort schon erwähnte, gibt es aber auch einen natürlichen Wurstbaum. Finden kann man ihn in Afrika. Ursprünglich nur in Westafrika beheimatet findet man ihn nun in ganz Afrika und sogar in anderen warmen Ländern, in denen Samen des Baums in die Erde gesteckt wurden, wie z.Bsp. auf Hawaii1.
Wissenschaftlich betrachtet gehört der (Leber)wurstbaum oder Sausage Tree - der lateinische Name lautet: kigelia africana - einer Pflanzenart aus der Familie der Trompetenbaumgewächse (Bignoniaceae) an2. Dieser mittelgroße Baum wird bis zu 18 Meter hoch und zeigt seine dunkelroten Blüten zwischen Juni und August. Bestäubt werden die Blüten durch Fledermäuse in den Nachtstunden. Das Beste sind die Früchte des Baums, die dem Baum auch den Namen geben: Würste! Aber leider nur aus Fruchtfleisch. Diese werden bis zu 1 Meter lang, haben einen Durchmesser von 20cm und können bis zu 10Kg schwer werden. Die Würste erinnern mich irgendwie an eine italienische Mortadella di Bologna.
Was ihr nie tun solltet, ist, unter einem Wurstbaum zu schlafen - das kann schief gehen! Es gibt da nämlich eine afrikanische Weisheit, die besagt, dass ihr dort…
- entweder von einer herunterfallenden Frucht erschlagen werdet,
- oder von Elefanten, die diese Früchte zum Fressen gern haben, zertrampelt werdet.
Also besser ein anderes Plätzchen aussuchen! Nun wundert es, dass David Livingstone3 vor vielen Jahren die Übernachtung unter einem solchen Baum in der Nähe der Viktoriafälle überlebt hat. Glück gehabt, Mr. Livingstone!
Der Baum ist auch sehr nützlich - man braucht ihn für Alkoholräusche, zum Heilen, für die Schönheit und für Boote:
- Die reifen Früchte werden in Scheiben geschnitten, gekocht und zur Gärung von afrikanischem Bier verwendet.
- Die Früchte, die Rinde und die Wurzeln werden von Einheimischen zur Herstellung von Heilmitteln verwendet. Rheuma, Schlangenbisse, Syphilis, Haut- und schwere Tierkrankheiten werden damit behandelt.
Afrikanische Frauen schwören auf die hautstraffende Wirkung des Fruchtfleisches. Täglich wird es von vielen als “Anti-Falten-Creme” verwendet. Übrigens gibt es auch bei uns schon viele Produkte mit Extrakten des Wurstbaum-Fruchtfleisches.- In der Region des Okavango-Deltas werden die Stämme des Wurstbaumes zur Herstellung von Mokoro-Einbäumen4 verwendet.5
Herzlichen Dank an Matthias Hoffmann6, Fotograf aus Grafing (D)! Er gab sein ok für die Veröffentlichung seiner Fotos, die ihr in diesem Artikel bestaunen könnt. 100te andere Fotos könnt ihr auf seiner Webseite sehen - der Link ist in der letzten Fussnote…
UPDATE, 5. März 2009: An der Wurstakademie werden nun auch Wurstbäume gezüchtet und immer wieder darüber berichtet, wie sie wachsen und gedeihen. Hier geht’s zu allen Artikeln der Wurstbaum-Serie…
- Wie man auf der Webseite von Netti und Tom sehen kann… ↩
- Noch genauer: Art: (Leber)wurstbaum / Gattung: Kigelia / Familie: Tropenbaumgewächse (Bignoniaceae) / Ordnung: Lippenblütlerartige (Lamiales) / Unterklasse: Asterähnliche (Asteridae) / Klasse: Dreifurchenpollen-Zweikeimblättrige (Rosopsida) ↩
- Mehr zu David Livingstone auf Wikipedia ↩
- Was das ist? Zur Antwort hier entlang. ↩
- Quellen für diesen Artikel: Logosol, deutsche Wikipedia, englische Wikipedia, Vinobeauty ↩
- Zur Webseite von Matthias Hoffmann - www.tierportraits-foto.de. In der Bilddatenbank finden sich Fotografien der schönsten Tiere der Wildnis aus Uganda, Tanzania, Südafrika, Namibia, Botswana sowie aus der Antarktis und den Galapagos Inseln. Aufnahmen von Sonnenuntergängen und Naturaufnahmen gibts dort auch. Alle Bilder können dort als Poster bestellt werden. ↩





Ich kenne die Bäume schon, von meinem Besuch in Malawi (Südöstliches Afrika) Die sehen wirklich wie ein “Fleischerei-Baum” aus. Es ist ein sehr schöner Bericht. Viel Dinge über den Baum wusste ich noch gar nicht. Ich werde das Fruchtfleisch mal meiner Frau empfehlen… (hoffentlich liest sie das nicht
)
Siehst du, man lernt nie aus. Ich habe leider noch nie einen solchen “Fleischerei-Baum”
live gesehen, aber ich werde mir Samen besorgen und einen Baum wachsen lassen.
Wen du willst kann ich deinen letzten Satz jederzeit herausnehmen.
Beste Grüße in den Norden,
Prof. Wurst
Es gibt gar manche lust`gen Sachen,
wo man kann herzhaft drüber lachen,
eine davon, man glaubt es kaum,
heißt tatsächlich Leberwurstbaum!
Bestimmt schon seit Urzeiten da,
kigelia africana,
der Baum ist keine Utopie,
man nennt ihn auch noch Saussage Tree!
Der Baum sieht nicht nur lustig aus,
er gibt auch Würsten ein Zuhaus,
ja seine Früchte sind ein Traum,
und hängen einfach so im Raum!
Auch wenn sie vegetarisch sind,
kennt sie dort ein jedes Kind,
denn sie machen viel daher,
und werden bis zehn Kilo schwer!
Drum sollt man eines niemals tun,
sich unterm Wurstbaum auszuruhn,
man könnte leicht erschlagen werden,
oder zertrampelt von Tierherden!
Doch seine Früchte sind begehrt,
von der Bevölkerung verehrt,
mit ihnen fühlt man sich sehr wohl,
nicht nur wegen dem Alkohol!
Man heilt auch damit Schlangenbisse,
Rheuma, Syphilis und Risse,
in der Haut und auch sonst wo,
ja selbst Frauen werden froh!
Denn dieses Wurstbaum-Fruchtfleisch ist,
vorbeugend gegen Ehezwist,
und steigert damit Wohlbefinden,
weil Falten im Gesicht verschwinden!
Gruß & ©,
Rainer
Prof. Wurst
der rainer wird wohl nie des reimens müde, egal ob wurstkrieg oder wurstbaum seine gedichte sind wirklich ein traum (ich hoffe ich habs mir jetzt nicht verscherzt mit rainers dichterherz)
Warum denkt das die Sissi bloß,
mein Dichterherz ist riesengroß,
nein, ich mache kein Rabatz,
mein Herz hat doch für viele Platz!
Und wenn Dich die Gedichte freuen,
bin ich so frei und werd nicht scheuen,
auch weiter hier etwas zu dichten,
Du tust mich dazu ja verpflichten!
Gruß Rainer
klasse berichte von mario und herrn prof……mein lieber scholli da kann man was lernen sehr interessant.ein großes kompliment an herrn rainer prüm………SUPER SUPER diese reime und……liebe grüße aus stuttgart sendet guggi
Hallo Guggi,
Beste Grüße,
Danke für die Blumen!
Prof. Wurst
Vielen Dank und Gruß zurück,
ja es fallen mir zum Glück,
ein paar Reime manchmal ein,
die stell ich in den Blog hier rein!
Und wenn das manchen dann gefällt,
und deren Laune sich erhellt,
freut sowas mich natürlich sehr,
denn dies ist schließlich mein Begehr!
Kulinarik, Wurst und Reim,
passen zueinander fein,
Genuss entsteht bei Lebewesen,
ja manchesmal auch noch beim Lesen!
Ne gute Wurst und ein Gedicht,
sind zwar hier noch keine Pflicht,
in diesem schönen Unternehmen,
doch Lob tu ich hier gern vernehmen!
Gruß & ©,
Rainer
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