Sommerzeit ist Feigenzeit: Die Feigen-Salami
Von Prof. Wurst am Aug 2, 2009 in Spass, Wurst
Schon vor Jahrtausenden wurde die Feige1 domestiziert. Aber erst seit kurzer Zeit wird sie als “Salami” angeboten - wenn man so sagen kann…
Ich habe vor einigen Wochen in einem
Delikatessenladen so eine Feigen-Salami entdeckt und war natürlich sofort begeistert. Ich liebe ja Feigen über alles, vor allem wenn ich im Süden bin und die frischen Feigen direkt vom Baum essen kann. Wie im Schlaraffenland…
Die Feigensalami wird von einem italienischen Unternehmen in Kalabrien, also ganz im Süden, namens “Dolci Pensieri di Calabria2” hergestellt. Verwendet werden getrocknete Feigen aus Cosenza3. Außerdem kommt in diese süße Salami noch Zucker, Rumlikör, Orangenschalen und natürliche Aromen. Überzogen ist die Salami mit einer dunklen Schokoladenglasur. Eine ausgezeichnete Kombination, die auch perfekt zu einem italienischen Espresso passt! Also einfach mal ausprobieren: Freunde einladen, Cafe machen 4 und die Feigen-Salami servieren… Positive Reaktionen sind euch sicher.
Ich habe mich für euch beim Produzenten erkundigt, wie das mit der Trocknung und der Produktion der Feigen-Salamis so aussieht: Das Trocknen der Feigen beginnt schon am Baum, denn die Früchte werden erst geerntet, wenn der Wassergehalt in den Feigen am Baum schon um bis zu 50% gesunken ist. Die vollreifen Früchte werden dann vom Baum gerüttelt und geschüttelt und per Hand eingesammelt. Früher trockneten die Feigen dann noch einige Zeit an der Sonne, aber heutzutage muss ja alles schneller gehen und so werden die Feigen in Heißluftöfen getrocknet bis der Wassergehalt auf 15 bis 25% gesunken ist.
Der Zuckergehalt steigt gleichzeitig auf rund 60% - also kleine Energiebomben. Anschließend werden die Feigen zerkleinert und mit den anderen Zutaten vermengt und in eine Wurstform gepresst. Danach ist noch ein kurzes Schokoladebad angesagt. Dann noch in Staubzucker gerollt, in ein Salaminetz gesteckt und die Feigen-Salamis sind für den Verkauf bereit. Zu finden ist die Feigen-Salami sicherlich in jedem besseren Delikatessenladen um rund € 15,00. Klingt teuer, aber die Feigensalamis sind den Preis absolut wert! Die sind wirklich was Besonderes!
Meine Feigenbäume am Balkon, die ich mal aus einem Urlaub in der Toskana mitgenommen habe, werden wohl noch eine Zeit brauchen, bis sie Früchte tragen. Aber wenn es soweit ist, werde ich mir meine eigenen Feigen-Salamis machen. Ein Rezept dazu habe ich im Deichrunner’s Küchenblog5 auch schon gefunden. Naja, vielleicht wird’s ja nur eine ganz kleine Salami - für eine so große Feigensalami, wie ihr sie oben seht, braucht man mit Sicherheit eine größere Menge an Feigen. Aber wir werden sehen. Ich werde euch die selbstproduzierte Feigen-Salami einfach hier präsentieren, egal wie groß sie ist…
- Die “echte Feige” heißt mit lateinischem Namen “Ficus carica” und zählt zu den ältesten Nutzpflanzen und wird im gesamten Mittelmeerraum angebaut. Sogar bis hinauf zum Gardasee. Wenn du mehr zur Feige lesen willst, schau mal hier auf Wikipedia. ↩
- Hier geht’s zur Firmen-Webseite von Dolci Pensieri di Calabria. ↩
- Cosenza ist die Hautstadt der gleichnamigen Provinz in der Region Kalabrien. ↩
- Am Besten in einer originalen Espressomaschine…vielleicht sogar einer von Bialetti… ↩
- Der Link zum Rezept für die Feigensalami: hier entlang zu Deichrunner’s Küchen-Blog… ↩





Lecker, lecker. Bei den Fotos möchte man am Liebsten gleich reinbeißen. Kommt nur mir das so vor, oder hat das Foto von der frischen Feige etwas Erotisches an sich.
Sieht echt super aus!
Bin vorhin durch Zufall auf diese Seite hier gekommen. Ich bin beeindruckt! Da habe ich für die nächste Zeit genug Lesestoff…
Hallo Patrizia,
Beste Grüße,
Freut mich, dass du die Wurstakademie gefunden hast und du nun dadurch eine Wurststudentin geworden bist…
Ich muss zugeben, dass das Bild tatsächlich etwas Erotisches an sich hat. Auch nicht schlecht, oder?
Prof. Wurst
Mein lieber Prof. Wurst, zügeln Sie bitte Mario. Wie es wohl den Anschein hat, und Patrizia auch schon bemerkt hat, wird hier Erotisches gezeigt!
Unabhängig davon, wieder ein schöner Bericht!
Hallo Hannes,
Er hat ja nur das Foto von der frischen Feige gemacht. Das, was ihr da an Erotik hineininterpretiert, kommt ja nicht von ihm. Aber ich frage ihn mal ganz beiläufig, was er in dem Foto noch so alles sieht… Da bin ich mal gespannt.
Beste Grüße nach Stuttgart,
Neinnein, ich muss Mario gar nicht zügeln.
Prof. Wurst
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