By Prof. Wurst on Jan 23, 2009 in Senf & Co | 4 Comments
Neujahrsvorsätze gibt es ja genügend. Mehr Sport treiben, Rauchen aufhören, Abnehmen, gesünder Ernähren, etc. Und was ist in den letzten 3 Wochen passiert? Bei 99% der Bevölkerung wahrscheinlich nichts, oder zumindest war nach wenigen Tagen Schluss und alles war beim Alten. Stimmts? Beim oben erwähnten Punkt “gesünder Ernähren” muss ich aber einhaken und euch ein passendes und sehr geschmackvolles Produkt vorstellen.
Vollkornbrot verbindet jeder mit gesunder Ernährung - man beißt ein Stück Brot ab und kaut und kaut und kaut und… Das tun sich die Meisten an, weil es ja so gesund ist. Aber wusstet ihr, dass es auch Vollkorn-Senf gibt? Ebenfalls gesund und man muss ihn nicht unbedingt, aber natürlich idealerweise, zu einem Würstel essen. Man kann ihn auch einfach nur auf ein leckeres Nicht-Vollkornbrot schmieren und das schmeckt auch gleich viel besser.
Allerdings muss ich an dieser Stelle gleich etwas klar stellen, damit kein Missverständnis aufkommt. Der Senf trägt seinen Namen nicht, weil Getreidekörner im Senf enthalten sind, sondern deshalb, weil ganze Senfkörner in den Senf gemischt wurden. Hoffe, es sind nun nicht allzu viele Leser verwirrt, aber mir hat das mit dem Vollkornbrot und dem Vollkorn-Senf einfach gut gefallen.
Auf alle Fälle ist der Senf köstlich und wird sicher ein Renner!
Der Senf wird von Bernd von der Senferey produziert. Er passt bestens zu allen Arten von deftigen Würsten und zu Käseplatten. Außerdem zu Fischgerichten, zu Rouladen und ist für knusprige Senfkrusten perfekt. Die Inhaltsstoffe des Senfs sind neben Senfsaat: Branntweinessig, Wasser, Zucker, Meersalz, Zitronensaft, Kräuter, Gewürze und ganze Senfkörner. Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker sind in diesem Senf, wie bei allen Senfsorten der Senferey, keine zu finden!
Auf dem Foto oben sieht man die Variante, die Gesundheitsapostel wählen würden: Vollkorn-Senf auf einem Vollkornbrot. Na dann, Mahlzeit!
By Prof. Wurst on Jan 12, 2009 in Wurstkultur in Österreich | 4 Comments
Patrick Baumüller, Severin Hofmann und Heribert Reich haben 2005 das Projekt “Wursthaberer” ins Leben gerufen. Erstaunlich ist die Herangehensweise ans Thema Wurst. Denn die 3 sind nicht etwa Metzger, sondern sie sind Künstler bzw. Lehrer. Den ersten großen Auftritt
hatten sie 2007 am Gelände der Secession in Wien. Dort gestalteten sie einen temporären Wurststand, den man eigentlich nicht so nennen darf. Es war ein Kunstwerk, ein Wurststand-Kunstwerk! Und dort verkauften sie keine alltäglichen Würste und Senfe, sondern sie brachten die selbst kreierten Wurst- und Senfsorten unters hungrige Volk.
Die 3 Wursthaberer beschreiben ihr Projekt selbst so:
“Auf der Suche nach der richtigen Gewürzmischung in unserem Künstlerleben, verschlug es uns in die heiligen Hallen des Wurstmachens. Die Bekanntschaft mit Heribert Reich ergänzte unseren künstlerischen Schwerpunkt um die genauso wichtige Feinschmecker-Leidenschaft, wie sie für ein kreatives Arbeiten mit Lebensmitteln Voraussetzung ist. Es geht hier aber nicht bloß um die gemeine Speisenzubereitung! Vielmehr ist es die sozio-kulturelle Interaktion mit den beteiligten Menschen, das Streben nach besserer Lebensqualität, das Erforschen der wirtschaftspolitischen Zusammenhänge, sowie der Einblick in die, bis dato fremde, Produktionstechnologie - und zuguterletzt natürlich eine ordentliche Portion Spass, die uns dem ästhetischen und geschmacklichen Thema der Wurst nähergebracht haben.”
Nun alles klar? Eine spannende Sache, wenn man bedenkt, dass sie weder Metzger noch Senfmüller sind, und doch sehr leckere Würste und Senfsorten produzieren. Ich durfte alle schon probieren!
Aber wie man sich denken kann, sind es keine allseits bekannten Produkte, die die 3 Haberer produzieren. Nein, es sind ganz Spezielle - wie die Namen schon andeuten: Lady Thai, Paprikalypse Now, Käsmopolitän und Angus Dei die Wurstsorten und Maestroso, Firestarter und Blue Tooth die Senfsorten!
Die Kurzvorstellung der 4 Wurstsorten:
Lady Thai: Die etwas andere Weißwurst! Eine spezielle Gewürzmischung, Kokosnussmilch, Limettensaft, Zitronengras und Koriandergrün verleihen der Wurst eine raffinierte asiatische Frische.
Paprikalypse Now: Eine sehr schlanke und scharfe Wurst mit mexikanischem Chili und gemahlenem Wacholder. Zuerst merkt man die feine Schärfe gar nicht wirklich. Diese kommt Weiter lesen…
By Prof. Wurst on Dez 29, 2008 in Senf & Co | 2 Comments
Im Moment ist tiefster Winter, zumindest hier in Innsbruck. Eisig kalt, überall Schnee und mehr Nacht als Tag. Ich persönlich mag den Winter ja nicht wirklich, auch wenn mich viele Freunde von außerhalb wegen der Berge, dem Schnee und den vielen möglichen Wintersportarten hier in Tirol beneiden. Die zwei Fakten sind: Ich will wieder Sommer und ich verbinde Orangen mit der warmen Jahreszeit. Und genau deshalb habe ich heute diesen Beitrag über diesen so speziellen Senf, nämlich den Orangen-Senf, geschrieben. Diesen Beitrag möchte ich hiermit allen Lesern widmen, die sich - genauso wie ich - auf wärmere Temperaturen, längere Tage, grüne Bäume und T-Shirts tragen freuen!
Ich habe den Senf wieder einmal von der Senferey, genauso wie die schon vorgestellten Senfsorten: Chili-Senf und Curry-Senf. Wenn man das Glas Orangen-Senf aufmacht und daran schnuppert, riecht es schon richtig nach Orangen und man würde nicht meinen einen Senf vor der Nase zu haben. Einzig und allein der schärfere Geruch, der zwischendurch etwas stärker zur Geltung kommt, erinnert daran, dass es sich doch um Senf handelt.
Wenn man ihn dann kostet, schmeckt man sofort die Orangen im Senf, nicht zu stark, eher dezent, aber sehr passend für diesen fruchtigen Senf.
Der Orangen-Senf passt natürlich bestens zu allen Arten nicht zu stark geräucherten Würsten und zu hellem Fleisch und zu Fisch. Außerdem zu mildem Käse, zu Rohkostsalaten und zu allen exotischen Gerichten. Die Inhaltsstoffe des Senfs sind neben Senfsaat: Branntweinessig, Wasser, Zucker, Meersalz, Zitronensaft, Kräuter, Gewürze und natürlich Orangensaft und Orangenschalen (aus kontrolliert biologischen Anbau - versteht sich fast von selbst). Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker sind in diesem Senf, wie bei allen Senfsorten der Senferey, keine zu finden!
Und wisst ihr, dass ganz bestimmt auch Johann Wolfgang von Goethe eine Freude mit diesem Senf gehabt hätte? Weiter lesen…
By Prof. Wurst on Dez 23, 2008 in Mini-Info | 2 Comments
Es ist ja sehr interessant, was sich so alles getan hat, seitdem ich mit der Wurstakademie im September online ging. Ich habe allerhand kreative, interessante und teils auch verrückte Personen kennengelernt. Verrückt in dem Sinn, dass sie sich mit nicht alltäglichen Dingen und Produkten auseinander setzten und auch produzieren. Sei es nun zum Beispiel die Salami-Tinte von Dr. Jansen oder der Fritten-Blog von Biggi oder auch auch Bernd von der Senferey. Und genau mit diesem treffe ich mich heute in seiner Ferienwohnung in Axams (in der Nähe von Innsbruck), wo er gerade seinen Urlaub verbringt. Meine Freundin und ich sind bei Bernd und seiner Frau mit 2 weiteren Freunden von Bernd eingeladen. Wir werden selber Fleischkäse machen und dann bei einem oder mehreren Gläschen Wein sicher einen lustigen Abend verbringen.
Ich freu mich schon sehr darauf und werde euch berichten, wie unser selbergemachter Fleischkäse geschmeckt hat. Fleischkäse ist ja eigentlich auch nichts anderes wie eine Riesenwurst ohne Haut.
Übrigens: Von Bernd stammt der Curry-Senf, den es beim aktuellen Gewinnspiel zu gewinnen gibt… Schon mitgemacht?
UPDATE, AM 24.12.2008:
Der Abend war wirklich spitze! Total kurzweilig verbrachte ich gestern den Abend mit Bernd und Susanne von der Senferey, mit zwei weiteren Freunden von ihnen und meiner Freundin. Eines kann ich nun definitiv sagen: Bernd und Susanne stehen 100%ig hinter ihrer Senfmanufaktur “Senferey” - und das mit großer Leidenschaft!
Leider kann ich ab nun keinen industriell gefertigten Fleischkäse mehr essen,
nachdem ich gestern den frisch hergestellten von Bernd gegessen habe. Köstlich!
Und außerdem hat sich auch geschäftlich so einiges ergeben, aber dazu mehr ein anderes Mal. Aber ihr könnt gespannt sein und euch darauf freuen!!!
Bernd und Susanne, herzlichen Dank für die Einladung!
By Prof. Wurst on Dez 3, 2008 in Senf & Co | 4 Comments
Genauso wie die schon vorgestellten Senfsorten - der violette Senf aus Frankreich und der Curry-Senf - hat auch dieser Senf etwas ganz Besonderes. Aber es ist nicht die Farbe, die ihn so besonders macht, sondern es ist die Schärfe! Nicht umsonst heißt er “extrascharfer Chili-Senf”! Ich habe ihn von der Senferey, einer meiner Lieblingssenf-manufakturen.
Es gibt ja viele Personen, denen nichts zu scharf sein kann. Diesen kann ich diesen Senf wärmstens empfehlen. Wenn ihr den Senf noch mit einer extrascharfen Wurst wie der Pusta-Krainer genießt, könnt ihr schon mal das Schweißtuch bereitlegen.
Aber auch alle anderen, die es nicht sooo scharf wollen, werden mit diesem Senf eine Freude haben. Dann nimmt man einfach ein Paar Frankfurter/Wiener und läßt eben nur wenig Chilli-Senf an die Wurst. Das hinterläßt dann immer noch eine feine und angenehme Schärfe im Mundraum.
Der Chili-Senf passt bestens zu allen Arten von Würsten und zu gegrilltem und gebratenem Fleisch. Außerdem aromatisiert er feurige Dressings, Saucen und Suppen und verleiht ihnen das gewisse Etwas. Die Inhaltsstoffe des Senfs sind neben Senfsaat: Weißweinessig, Wasser, Zucker, Meersalz, Kren/Meerrettich, Zitronensaft, Kräuter, Gewürze und natürlich extrascharfe Chilischoten. Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker sind in diesem Senf, wie bei allen Senfsorten der Senferey, keine zu finden.
Ein verdammt scharfes Foto habe ich noch für dich! Weiter lesen…
By Prof. Wurst on Nov 10, 2008 in Senf & Co | 2 Comments
Nach den ganzen beschriebenen Würsten - wie St. Johanner, Frankfurter/Wiener, scharfe Debreziner, Waldviertler, Münchner Weißwürste, usw. - ist heute wieder einmal ein Senf dran, hier besprochen zu werden (Der letzte Senfbeitrag, über den violetten Senf, liegt ja schon einige Zeit zurück). Den Anfang macht ein ausgezeichneter, nicht alltäglicher Senf: Der Curry-Senf. Es gibt einige wenige Senf-Manufakturen, die diesen Senf herstellen - ich habe diesen von der Senferey im schönen Schwarzwald.
Indisch essen gehen ist ja manchmal sehr gut. Aber da ich von Würsten aus Indien dringend abraten würde, stellt sich mir hier die Frage, ob und wie es beim Würstlessen möglich ist, einen Hauch von Indien zu erhaschen. Welche Überraschung: Es ist möglich!
Und zwar mit diesem hier vorgestellten Curry-Senf! Dieser Curry-Senf schmeckt so herzhaft nach Curry, dass man beim Genießen des Senfs fast meinen könnte, man sei indisch essen gegangen… Ich bin mir sicher, bei diesem Senf wird jeder Inder neidisch!
Dieser Senf passt perfekt zu Würsten aber auch zu gegrilltem und gebratenen Fleisch, er verfeinert exotische Salate und ist auch als Dip zu verwenden. Was ist drinnen im Senf? Natürlich Senfsaat, weiters: Wasser, Branntweinessig, Zucker, Meersalz, Zitronensaft, Kräuter, Gewürze und natürlich viel Curry! Keine Frage, Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker sind in diesem Senf keine zu finden. Bernd, ich gratuliere dir zu diesem Senf!
Lust auf noch ein schönes Foto? Weiter lesen…
By Prof. Wurst on Sep 27, 2008 in Senf & Co | 4 Comments
In Brive, eine Stadt in der französischen Provinz Limousin, gibt es eine kleine Likör-Manufaktur namens “Denoix”, die exklusiv den violetten Senf, der im Laufe der Jahrhunderte in Vergessenheit zu geraten schien, wieder herstellt und vertreibt. Ich denke, dass es viele Senf-Feinschmecker gibt, die Denoix dafür danken, dass sie die “fée en robe violette” wieder auferstehen ließ!
Die Basis dieser im 14. Jahrhundert kreierten Senfrezeptur ist ein Traubenmost, der mit Wein und einer speziellen Gewürzmischung verfeinert wird und so dem Senf seinen typischen süßlich, sauren und scharfen Geschmack verleiht. Natürlich wird der Senf ohne Konservierungsstoffe und Farbstoffen produziert.

Die Geschichte, die sich hinter diesem violetten Senf verbirgt, klingt spannend. Papst Clemens VI., der in Corréze geboren wurde und auserwählt war von 1342 bis 1352 als Papst der kaholischen Kirche in Avignon zu residieren, erinnerte sich in den Tagen seiner Regentschaft, dass es in seiner Heimatregion diesen speziellen Senf gab, auf den er nicht verzichten wollte und der ihn ein wenig an sein zu Hause erinnerte. Also ließ er Senfhersteller vorladen und Messire Jaubertie, der aus Turenne in der Nähe von Brive kam, wurde auserkoren diesen speziellen Senf für Clemens VI. herzustellen. Er war so erfolgreich mit seinem violetten Senf, dass er sogar “Grand Moutardier du Pape” genannt wurde.
Der “Moutarde Violette” paßt bestens zu Wurst, besonders zu Blutwurst, kaltem Fleisch, Gepökeltem und Fisch. Marinieren kann man damit Hasen- und Wildfleisch. Und ein ganz spezieller Tipp zum Schluss: Ersetze mal das Ei beim Panieren mit diesem Senf. Köstlich!
Bestellen kann man diesen Senf bald bei uns…